Jürgen Wettingfeld (Foto: Manfred Grünwald)

Krefeld. Die CDU-Fraktion begrüßt den Entwurf des Mobilitätskonzepts, welches von der Agentur LK Argus erstellt wurde und in Zusammenarbeit mit engagierten Menschen aus der Bürgerschaft, der Verwaltung und Politik erarbeitet wurde. Das Konzept stellt aus Sicht der CDU einen strategischen Leitrahmen dar, der mindestens für das nächste Jahrzehnt gültig sein sollte. Es sollte die Blaupause dafür sein, wie wir künftig Mobilität in Krefeld strategisch entwickeln wollen. Viele Punkte müssen jedoch noch im Einzelnen diskutiert werden, wie die Anordnung von E-Ladesäulen in den Stadtteilen, Gestaltung von ÖPNV- Knotenpunkten, Ausbau der ÖPNV-Beziehungen zwischen den Stadtteilen, parkplatzfreie Innenstadt oder sogenannte Verteiler-Hubs für Waren”, erklärt Jürgen Wettingfeld, der für die CDU die Erarbeitung des Mobilitätskonzepts begleitet.

Die CDU-Fraktion hat den Erarbeitungsprozess des Konzepts von Anfang an intensiv begleitet. “Uns ist immer wichtig gewesen, die Lebenswirklichkeit der Bürgerinnen und Bürger in Krefeld nicht aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig brauchen wir mehr Anstrengungen für bessere Radwege oder auch einen stärkeren ÖPNV, damit wir Alternativen anbieten können. Wichtig ist uns, dass wir auf Anreize statt auf Verbote setzen. Insgesamt gilt es nun, die Vorschläge in der Politik breit zu diskutieren. Dazu gehören auch alle neun Bezirksvertretungen. Gerade hier müssen die Auswirkungen des Konzepts auf den Wohn- und Lebensort diskutiert und abgewogen werden. Daher schlagen wir auch eine interfraktionelle Verständigung analog der Erstellung des Flächennutzungsplanes in 2014 vor. Darüber kann in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses diskutiert werden”, erklärt Wettingfeld, der auch Bezirksvorsteher für Oppum und Linn ist.

Allerdings sieht die CDU auch manche Ideen kritisch. “Uns fehlt der Ansatz der Technologieoffenheit. Auch in Zukunft werden die Menschen Autos fahren, die aber durch Strom oder Wasserstoff angetrieben werden. Das Konzept darf daher nicht an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeiplanen, sondern diese mitnehmen. Auch die Frage, wie wir wohnen wollen, wird im Konzept sehr einseitig dargestellt. Mit dem Mobilitätskonzept ist auch mehr Umweltschutz verbunden. Das ist richtig und wichtig. Aber hier gilt es auf einen Umweltschutz mit Augenmaß zu setzen. Das Konzept kann nur gelingen, wenn es uns gelingt, einen Konsens Wirtschaft, Arbeit, Wohnen und Umwelt zu bekommen. Daher sollte allen ein breiter Konsens wichtig sein, wenn das Konzept verabschiedet wird.

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