(Foto: privat)
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Dormagen. “Wir verlieren ein Stück Heimat!” sagt Jo Deußen (CDU) traurig. Der Ratsvertreter für Hackenbroich kennt die Rotbuchenallee, die entlang des ehemaligen Burg- und heutigen Grundschulgeländes an der Salm-Reifferscheidt-Allee führt, bereits sein ganzes Leben lang. Nach Expertenmeinung ist der ökologisch wie naturhistorisch wertvolle Baumbestand dieser einzigartigen Allee deutlich über 100 Jahre alt und sucht in der Region seines Gleichen.

„Wenn hier nun durch die von Experten festgestellte klimawandelbedingte Trockenheit und der dadurch verursachte Pilzbefall zur Fällung der Bäume führen, müssen wir unbedingt Ersatz schaffen!” meint Deußen. Und dabei geht es ihm nicht nur um die ortsprägenden Eigenschaften der Allee für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch um ihren abschirmenden Charakter für die Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Grundschule mit dem dazugehörigen Sportplatz: „Mit der Salm-Reifferscheidt-Allee haben wir eine viel befahrene Kreisstraße mit Tempo 50, die unmittelbar an der Schule entlang führt. Die Allee war hier immer ein guter “natürlicher Puffer” gegen Sonne, Lärm und Ablenkung für die Kinder der Grundschule.”

Um nicht Generationen lang warten zu müssen, bis die Nutzen für Schüler und die Bürgerschaft wieder erreicht sind, könnte Deußen sich beispielsweise Ersatz durch insbesondere für viele Insektenarten wertvolle Wild-Kirschbäume vorstellen. „Die Wildkirsche würde in ihrer Blüte im Frühling wieder einen attraktiven Alleecharakter bieten und durch ein vergleichsweise schnelles Wachstum auch schnell wieder die Schutzfunktionen für die Schule erfüllen könnten“, ist sich Deußen sicher. Da er aber kein Experte sei, überließe er gerne die konkrete Auswahl der Bäume für die Ersatzbepflanzung den kundigen Experten der zuständigen Technischen Betriebe Dormagen (TBD), wenn das gemeinsame Ziel klar gefasst sei. Daher habe die CDU-Fraktion auf seine Initiative hin einen entsprechenden Antrag für die nächsten Sitzungen des Umweltausschusses und des Verwaltungsrates der TBD im Mai gestellt.

„Wenn wir hier Ersatz schaffen, sollten es Bäume sein, die mit den veränderten Klimabedingungen und dem sandigen Boden gut zurechtkommen und gleichzeitig nicht anfällig für Krankheiten sind“, wünscht sich der Hackenbroicher Unionspolitiker, denn “sonst haben wir nur kurzfristig etwas erreicht und Bäume pflanzt man nicht nur für sich selbst, sondern für die nachfolgenden Generationen!”

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