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Düsseldorf. Jugendliche Tatverdächtige wurden der Polizei übergeben

20 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung verzeichnete der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) der Landeshauptstadt Düsseldorf am Montag, 12. April. Insgesamt wurden acht Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Darüber hinaus wurden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz geahndet.

Infolge einer Beschwerde suchten Einsatzkräfte des OSD gegen 16.30 Uhr den Sonnenpark in Oberbilk auf. Dort lagen jedoch keine Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung vor. Allerdings stellten OSD-Mitarbeiter im bei einer Kontrolle eines Anwesenden Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Waffengesetz fest. Der Einsatz wurde an die hinzugezogene Polizei übergeben.

Im Rahmen des uniformierten Streifendienstes in der Altstadt wurden OSD-Mitarbeiter um 18 Uhr auf fünf Jugendliche aufmerksam, die im Maskenpflicht-Gebiet keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen. Außerdem bestand der Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Die Betroffenen ergriffen die Flucht, ein Gruppenmitglied konnte allerdings gestellt werden. Dieses leistete bei der Durchsuchung nach Personalien Widerstand, sodass der Jugendliche fixiert und an die Polizeiinspektion Mitte übergeben wurde. Dort wurde der Minderjährige von seiner Mutter abgeholt. Aufgrund der Widerstandshandlungen wurde Strafanzeige erstattet.

Bei der Kontrolle eines Kinderspielplatzes in Bilk um 20.15 Uhr wurden Dienstkräfte des OSD auf zwei Jugendliche ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufmerksam. Als sich die Ordnungskräfte näherten, führte einer der Anwesenden eine Wurfbewegung aus. Zudem versuchten beide unmittelbar mit dem Fahrrad zu fliehen. Nachdem die OSD-Mitarbeiter den Fluchtversuch verhindern konnten, fanden sie in unmittelbarer Nähe ein Druckverschlusstütchen Marihuana auf.

Die Jugendlichen wurden mit dem Tatverdacht konfrontiert, belehrt und in der Folge ergebnislos durchsucht. Zudem wurde die Polizei hinzugezogen. Während die OSD-Mitarbeiter auf die Polizei warteten, stellten sie in unmittelbarer Nähe eine erhebliche Menge Marihuana fest. Das Betäubungsmittel wurde im Anschluss an die Polizei übergeben, die den weiteren Einsatz fortführte.

Mit dem Verdacht auf Glücksspiel kontrollierten OSD-Mitarbeiter gegen 21 Uhr eine Gaststätte in Gerresheim. Vor dem Betrieb waren Stimmen aus dem Innern zu vernehmen. Nach Alarmierung der Polizei und einer weiteren OSD-Streife, verschafften sich die Ordnungskräfte Zugang zur Gaststätte. Dort hielten sich insgesamt sieben Personen auf. Die Kunden wurden darüber hinaus bewirtet. Aufgrund der festgestellten Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung (geöffneter Betrieb, Verstoß gegen die Maskenpflicht, Nichteinhaltung der Abstandsvorgaben, Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen) und gegen das Nichtraucherschutzgesetz wurden die Anwesenden des Betriebes verwiesen. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Aufgrund einer Lärmbeschwerde in Bilk lösten OSD-Dienstkräfte gegen 23 Uhr eine Wohnungsparty in Bilk mit sieben Anwesenden auf. Nach Aufnahme der Personalien wurden drei Partygäste der Wohnung verwiesen. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

OSD-Einsatzzahlen
Insgesamt verzeichnete der OSD am Montag, 12. April, 60 Einsätze, von denen 20 im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung standen. Die Gesamtzahl der qualifizierten Gesamteinsätze des OSD seit dem 18. März 2020 beziffert sich auf 24.851, von denen 11.893 Bezug zur Umsetzung der Coronaschutzverordnung hatten. In der Leitstelle gingen 33 Anrufe zum Thema Coronaschutz ein. Die Gesamtzahl der zum Thema “Corona” seit dem 18. März 2020 in der OSD-Leitstelle eingegangenen Anrufe beläuft sich auf 15.616.

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