Schriefersmühle mit neuem Flügel (Foto: © StadtMG)
Anzeige

Mönchengladbach. Das Stadtarchiv Mönchengladbach hat mit dem Verein Rheinisches Mühlen-Dokumentationszentrum (RMDZ) aus Duisburg vertraglich vereinbart, dass dessen Dokumentationsarchiv als Depositum im Stadtarchiv Mönchengladbach archivgerecht untergebracht wird. Neben dessen Verwahrung kann das Archiv hier auch weiter erschlossen werden.

Das RMDZ dokumentiert und inventarisiert seit 2015 Mühlen im Rheinland. Zudem forscht es zur Geschichte der Mühlenobjekte und ihrer Technik. Zur Zeit digitalisiert der Verein mit Mitteln der regionalen Kulturförderung des Landschaftsverbandes Rheinland sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung / Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege sein komplettes analoges Archiv, um es im nächsten Jahr der Allgemeinheit über www.rmdz.de zugänglich zu machen.

Die analogen Archivalien, Karten, Pläne und Bücher werden bei der Firma history today in Köln geordnet und verzeichnet sowie für die Datenbank des RMDZ ausgewertet.

Am Donnerstag, dem 22. April 2021, 11 Uhr werden erste Archivalien und Bücher aus dem Dokumentationsarchiv von Köln nach Mönchengladbach gebracht und im Magazin des Stadtarchivs deponiert.

Für Mönchengladbach ergibt sich dadurch die Möglichkeit, die Erforschung der Mühlen im Stadtgebiet zusammen mit dem RMDZ zu professionalisieren und zu erweitern. In der Vergangenheit sind bereits einige der Mönchengladbach Mühlen unter Federführung des RMDZ beflogen und aus der Luft fotografiert worden. Mit der Planung weiterer Projekte wird nun begonnen.

DIE LINKE begrüßt das RMDZ im Stadtarchiv 

Die Linksfraktion begrüßt, dass das Stadtarchiv Mönchengladbach das Archiv des Verein Rheinisches Mühlen-Dokumentationszentrum (RMDZ) unterbringen wird. Das RMDZ dokumentiert und inventarisiert seit 2015 Mühlen im Rheinland und hat dabei immer wieder den Abriss der Immerather Mühle für den Tagebau thematisiert. Im Mai 2018 ließ der Verein ein Gutachten anfertigen, dass der Mühle bescheinigte „erhaltungswürdig und erhaltungs- wie translozierungsfähig“ zu sein. Im Januar 2019 wurde dann öffentlich, dass das RMDZ recht hatte und die Mühle entgegen besseren Wissens abgerissen wurde. Noch im Sommer 2020 beklagte sich das RMDZ über einen „Ablasshandel mit dem Abriss der Immerather Mühle“ bei dem RWE Gelder für die Rettung der Immerather Mühle einem anderen Verein in Kevelar zukommen ließ.

„Wir machen den Verein nicht zu einem künstlichen Verbündeten gegen den Tagebau, aber wir würden uns Wünschen, dass der Geist mit dem um jede einzelne Mühle gekämpft wird auf die Gladbacher überspringt und wir genauso engagiert um jedes einzelne Dorf kämpfen“, sagt Fraktionsvorsitzende Torben Schultz.

Die abgerissene Immerather Mühle (Foto: privat)
Beitrag drucken
Anzeigen