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Schermbeck. Aus aktuellem Anlass warnen das Ordnungsamt Schermbeck und die Kreispolizei vor Giftködern: Gestern Abend zwischen 17.45 Uhr und 19.00 Uhr entdeckte eine Hundebesitzerin am Tüschenbachweg mehrere Mettwurstenden, die mit Nägeln gespickt waren. Derzeit suchen Ordnungsamt und Polizei die Umgebung nach weiteren Ködern ab.

Ende März hatte eine Hundehalterin dem Ordnungsamt zum ersten Mal mitgeteilt, dass sich im Bereich der Maassenstraße an der alten Bahntrasse Giftköder befinden. Im Zuge der Anzeigenaufnahme bei der Polizei, berichtete die Schermbeckerin, dass ihr Hund davon gefressen habe und sie sich beim Aufheben eines Köders verletzt hätte. Über eine Tierhundvereinigung wurden in diesem Bereich Warnschilder und große Zettel ausgehängt. Parallel suchten der Bauhof und die Polizei die Gegend nach weiteren Ködern ab. Die Suche führte jedoch nicht zu weiteren gefährlichen Gegenständen.

Am Donnerstag nach Ostern, (08.04.) gegen 18.15 Uhr, fand die 34-jährige Hundebesitzerin im Bereich Gietlingsweg erneut Giftköder. Sie meldete den Vorfall einen Tag später wieder und brachte den Polizisten einen Köder mit, der aus Fleisch, Brot und einer aggressiv riechenden Chemikalie bestand.

Am Samstag, 10.04. meldete sich eine 57-jährige, professionelle “Giftköder-Sucherin” mittags bei der Polizei und teilte mit, dass sie im Laufe des Vormittags ebenfalls im Bereich des Gietlingswegs Giftköder gefunden habe.

Eine Absuche der jeweiligen Stellen, Maassenstraße, Lohstege, Gietlingswiese und Gietlingsweg, durch die Gemeindemitarbeiter und die Polizei verlief negativ.

Nach Bekanntwerden des ersten Falls sensibilisierten die Bezirksdienstbeamten aus Schermbeck und Hünxe die Hundebesitzer und Besitzerinnen. Darüber hinaus befragten sie auch Spaziergänger nach Beobachtungen und standen in ständigem Austausch mit dem Ordnungsamt.

Am Montag (12.04.) meldete sich die 34-jährige Hundebesitzerin erneut bei der Polizei und teilte mit, dass sie am Sonntagabend (11.04.) gegen 19.30 Uhr einen Fahrradfahrer gesehen habe, der ihr verdächtig vorgekommen sei. Der Mann war zwischen 25 und 30 Jahre alt, trug einen schwarzen Kapuzenpullover und hatte einen schwarzen Rucksack dabei. Er hielt mehrmals an und sah sich um, bevor er mit einem schwarzen Mountain-Bike weiter fuhr.

Zurzeit steht nicht fest, ob der Fahrradfahrer tatsächlich mit den Ködern im Zusammenhang steht.

Spaziergänger, die etwas Verdächtiges bemerken oder Personen sehen, die sich ungewöhnlich verhalten, werden gebeten, über den Notruf 110 die Polizei zu rufen. Weitere sachdienliche Hinweise bitte an die Polizei in Hünxe, Tel.: 02858 / 91810-0 .

Das Ordnungsamt und die Polizei bitten Hundebesitzer vorsichtig zu sein, da nicht auszuschließen ist, dass weitere Giftköder ausgelegt werden. (ots)

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