Am St. Martinus-Krankenhaus in Düsseldorf hat „Pflege hat ein Gesicht“ (Foto: St. Martinus-Krankenhaus, Düsseldorf)
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Düsseldorf. Pflegedirektion am St. Martinus-Krankenhaus punktet mit charmanter Geste bei Patienten und Mitarbeitern

Kleine Idee mit großer Wirkung. Besondere Zeiten, wie die aktuelle Corona Situation, erfordern besondere Maßnahmen. Es liegt auf der Hand: Die Pflegesituation in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist in den vergangenen zwölf Monaten nicht einfacher geworden. Verschärfte Hygienemaßnahmen, vergrößerte Abstände bei der Arbeit mit dem Patienten, spezielle Schutzkleidung – und das Tragen von (medizinischen) Masken – all das gehört seit mehr als einem Jahr neben einer besonderen Portion Flexibilität zum Alltag von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern medizinischer und pflegerischer Einrichtungen.

„Sämtliche Maßnahmen und das Tragen von Masken sind gesetzt und müssen sein,“ erklärt Tim Plaggenborg, Pflegedirektor am St. Martinus-Krankenhaus in Düsseldorf, „Das gibt uns die Möglichkeit, unsere Patienten und unsere Mitarbeiter vor einer Ansteckung zu schützen. Neben dem Sicherheitsaspekt, der selbstverständlich jederzeit Vorrang hat, ist es uns aber ebenso wichtig, die persönliche, menschliche Komponente zwischen Patient und Pflegekraft trotz der gebotenen Distanz nicht zu vernachlässigen. Unser Ziel ist es, die „Anonymität“, die durch das Tragen von Masken und Schutzkleidung leichter als sonst entstehen kann, aufzuweichen und mehr Menschlichkeit und Vertrauen im Umgang mit den Patienten entstehen zu lassen. Dabei sind wir auf die charmante Idee mit den Ansteckern gestoßen.“

Inspiration lieferte eine spanische Klinik, die während der ersten Welle Anstecker an ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilte, auf denen das Gesicht der jeweiligen Mitarbeiterin bzw. des jeweiligen Mitarbeiters aufgedruckt war. Kurzerhand wurde ein Portraitshooting im St. Martinus-Krankenhaus organisiert und anschließend die Produktion von rund 150 Ansteckern in Auftrag gegeben. Mittlerweile sind die sogenannten „Portrait Buttons“ geliefert und verteilt; die Resonanz ist rundum positiv.

„Wir haben viele sehr nette Rückmeldungen zu dieser Idee bekommen – sowohl von Seiten der Patienten als auch von Mitarbeitern“, berichtet Matthias Dworaczek, der seit rund zwei Jahren als Stellvertretende Pflegedirektion am St. Martinus-Krankenhaus im Düsseldorfer Stadtteil Bilk tätig ist.

„Patienten freuen sich, den „Menschen hinter der Maske“ kennenzulernen. Das kommt gerade bei älteren Patienten sehr gut an und erleichtert die Kommunikation. Und: Sich selbst – oder ein Bild von sich – zu zeigen, ist ein Zeichen von Offenheit, Zugewandtheit und Vertrauen. In dem die „Menschen hinter der Maske“ wieder ein Gesicht erhalten, ist da zumindest gefühlt auch wieder mehr Nähe zwischen Patient und Pflegekraft“, so Dworaczek. „Und das passt sehr gut zum Leitbild unserer Gründerin Maria Katharina Kasper und ihrer Vorstellung von menschlicher Zugewandtheit.“ Und natürlich: “Ein großes Dankeschön an alle, die uns bei diesem Vorhaben unterstützt und gerne mitgemacht haben!“

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