Frauke Dannert (Foto: Stadt Neuss)
Anzeige

Neuss. Ausstellung von Frauke Dannert im Feld-Haus, Eröffnung am Sonntag, 18. April, per Video-Konferenz

Mit der Ausstellung „Entlang der Fenster und Spiegel“ präsentiert das Feld-Haus – Museum für Populäre Druckgrafik, Berger Weg 5, ab Sonntag, 18. April 2021, eine aktuelle künstlerische Position: Frauke Dannert. Neben Wandmalerei, Teppichintarsie, Overheadprojektion, Fotografie und Film zählt auch die Papiercollage zu den zentralen Medien der renommierten Künstlerin. Insbesondere diese Papierarbeiten stellen dabei einen besonderen Anknüpfungspunkt an die Sammlung des Feld-Hauses dar. „Wir haben uns 2018 dazu entschlossen, auch das Feld-Haus für zeitgenössische Kunst zu öffnen und dabei die Aspekte Papier, Sammeln oder Architektur zu berücksichtigen, die sich im Feld-Haus bereits wiederfinden lassen. Dabei fügt sich Frauke Dannert hervorragend ein, da sie sich sowohl Papercuts als auch der Architektur widmet“, so Museumdirektorin Dr. Uta Husmeier-Schirlitz.

Die für die Ausstellung im Feld-Haus geschaffene filmische Arbeit der Künstlerin korrespondiert ebenfalls auf besondere Weise mit dem Ausstellungsort, dessen einzigartige Atmosphäre im reizvollen Zusammenspiel der ursprünglich von Per Kirkeby als „begehbare Skulptur“ konzipierten Architektur mit der Landschaft begründet liegt.
Stadt und Raum, Botanik und Architektur sind wichtige schöpferische Impulse im Schaffen Dannerts, materiell wie ideell. Aus Fotografien und Abbildungen schafft die Künstlerin durch wiederholtes Kopieren, Fragmentieren, Vervielfältigen und neues Zusammensetzen der Vorlagen eigene Bildwelten. In „Entlang der Fenster und Spiegel“ setzt die Künstlerin die zweidimensionalen Cut-Outs ihrer Papiercollagen zusätzlich filmisch in Bewegung. Sie schafft einen Bühnenraum, ähnlich einem Schattentheater, indem ein runder weißer Lichtkegel – gleich einem aufgehenden Mond bei Nacht – wandert, wodurch die Papierschnitte als schemenhafte Silhouetten aus dem Dunkel auftauchen. Manche ihrer surrealen Gebilde scheinen dabei für eine Weile wie Elemente eines Mobiles im Scheinwerferlicht zu schweben. Atmosphärisch werden diese optischen Eindrücke durch die eigens von Frederic Lindemann für die Arbeit komponierte Musik untermalt.

Frauke Dannert wurde 1979 in Herdecke geboren, studierte bis 2010 an der Kunstakademie Münster und Düsseldorf und anschließend am Goldsmiths College in London und lebt heute in Köln. In den vergangenen Jahren widmeten ihr unter anderem das Kunstmuseum Bonn, der Kunstpalast Düsseldorf und das Kunstmuseum Luzern Einzelschauen. Auf einmalige Weise bietet des Feld-Haus als ganz besonderer Ausstellungsort Besucherinnen und Besucher bis zum 5. September 2021 die Möglichkeit, in die Bild- und Gedankenwelt der Künstlerin einzutauchen.
Die Ausstellungseröffnung am Sonntag, 18. April 2021, 11.30 Uhr, findet pandemiebedingt alas Zoom-Meeting statt. Die Zugangsdaten lauten: Kenncode 0Kn046

Für einen Besuch vor Ort muss bis auf Weiteres ein Zeitfenster im Voraus gebucht und ein tagesaktueller, negativer Coronatest sowie ein amtliches Ausweisdokument bei Eintritt vorgelegt werden. Das Einhalten aller Hygienevorschriften, etwa das Tragen einer medizinischen Maske und das Einhalten von Sicherheitsabständen, ist Pflicht. Zeitfenster können über die Website des Museums unter www.clemens-sels-museum-neuss.de oder telefonisch dienstags bis samstags, 11 bis 17 Uhr, und sonntags, 11 bis 18 Uhr, an der Museumskasse unter 02131/904141 gebucht werden.

Beitrag drucken
Anzeigen