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Essen. Gegen einen am 18.11.2020 festgenommenen, derzeit 45-jährigen Oberarzt des Universitätsklinikums Essen hat die Staatsanwaltschaft Essen jetzt Anklage wegen Totschlags in drei Fällen erhoben. Er soll drei schwerst an Covid-19 erkrankte Patienten aus Essen, Gelsenkirchen und den Niederlanden unmittelbar lebensbeendende Arzneimittel verabreicht haben, die zum vorzeitigen Tod geführt haben sollen.

Der Angeschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Das Landgericht Essen hat noch nicht über die Eröffnung des Verfahrens entschieden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern noch an, um mögliche weitere Fälle einer lebensverkürzenden Medikamentengabe auszuschließen.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat die Universitätsmedizin Essen über die Anklageerhebung informiert. Die Universitätsmedizin Essen hatte die Staatsanwaltschaft Essen im November 2020 nach Bekanntwerden eines ersten Verdachts unverzüglich informiert. Der Mediziner wurde sofort vom Dienst freigestellt. Die Staatsanwaltschaft Essen hatte gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Ein Haftrichter hatte Untersuchungshaft angeordnet. Der Mediziner ist weiterhin inhaftiert.

Die Universitätsmedizin Essen arbeitet weiter vollumfänglich mit den zuständigen Ermittlungsbehörden zusammen und unterstützt diese bei ihrer Arbeit. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, macht die Universitätsmedizin Essen zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben.

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