(Foto: Feuerwehr)
Anzeige

Neuss/Rhein-Kreis Neuss. Nach über 24 Stunden und dem Einsatz von Unmengen an Wasser und Schaummittel, unzähliger Schläuche und anderer Einsatzmittel konnte die Einsatzstelle am Schrottplatz Holzbüttgener Weg um 22 Uhr des gestrigen Tages “kalt” an den Eigentümer übergeben werden.

Schon um 14:00 Uhr konnten Brandermittler der Polizei vor Ort Ihre Arbeit aufnehmen und nach der Ursache für den Brand suchen.

Das Feuer auf dem Schrottplatz begann um 14:26 Uhr am 22.04.2021 mit der Meldung “FEU_PKW” und forderte im weiteren Verlauf die Feuerwehren aus dem Rhein-Kreis Neuss in vielerlei Hinsicht. So mussten in der Anfangszeit des Einsatzes mit etwa 180 Kräften vor Ort eine Ausbreitung auf weitere Teile des Schrottplatzes verhindert werden. Das Feuer breitete sich rasant aus, da die auf dem Schrottplatz gelagerten Autowracks, Autoteile, Reifen sowie Wohn- und Arbeitscontainer eine optimale Grundlage für das Feuer boten.

Dank dem massivem Kräfteansatz und dem Einsatz jedes Einzelnen konnte eine Ausbreitung auf ein Wohnhaus sowie weitere Teile des Schrottplatzes verhindert werden. Eine Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung vor Ort dar, da der Wasserverbrauch von etwa 10.000 Litern Wasser pro Minute das Leitungsnetz überforderte. Zur Abhilfe unterstützte temporär ein in direkter Nachbarschaft liegendes “blaues Möbelhaus” mit Wasser aus ihrer Löschanlage. Doch waren auch diese Ressourcen in Form von etwa 400 Kubikmetern Löschwasser nach einiger Zeit aufgebraucht. Sie halfen aber dabei, Zeit zu gewinnen und parallel eine weitere Löschwasserversorgung über das Hydranten-Netz aufzubauen.

So konnte nach über 5 Stunden gegen 19:30 Uhr die Rückmeldung “Brand unter Kontrolle” gegeben werden. Doch war der Einsatz damit noch lange nicht beendet. Es folgten weitere Herausforderungen: So stellte das aus dem Gelände fließende Löschwasser eine Umweltgefahr dar und sammelte sich in immer größer werdenden Seen. Gemeinsam mit mehreren Fachfirmen wurde das Wasser mit Saugwagen über Nacht abgesaugt und somit ein Versickern in den Boden unterbunden. Das abgesaugte Löschwasser wurde in einer Kläranlage fachgerecht entsorgt. Mit mehreren Tankwagen mit jeweils etwa 30.000 Litern Fassungsvermögen wurden im Pendelverkehr zwischen Kläranlage und Einsatzstelle Unmengen an Wasser bewegt.

Die gesamte Nacht über fluteten mittlerweile neue Einsatzkräfte aus dem gesamten Rhein-Kreis Neuss die Einsatzstelle meterhoch mit Löschschaum, um auch die letzten Glutnester zu erreichen. Zeitgleich wurde mit Hilfe des THW der gesamte Brandbereich mit Radladern und Greifbaggern umgeschichtet, um auch tief in Schutzbergen verborgene Glutnester zu erreichen.

Bis 8:00 Uhr am nächsten Morgen arbeiteten die Kräfte unermüdlich daran, die Einsatzstelle komplett zu löschen. Am nächsten Morgen übernahmen nun ausgeruhte Neusser Kräfte die Arbeiten und führten sie bis etwa 14:00 Uhr fort. Dann konnten Brandermittler der Polizei Ihre Arbeit aufnehmen. Im weiteren Verlauf des Tages rückte eine Brandwache immer wieder zur Einsatzstelle aus, um letzte Glutnester abzulöschen. Erst um 22:00 Uhr konnte die Einsatzstelle kalt übergeben werden.

Durch den gemeinsamen Einsatz von mehreren Feuerwehren, Hilfsorganisationen, dem THW, der Polizei und weiteren Behörden konnte der Brand letztendlich eingedämmt und abgelöscht werden.

“Wir danken den unzähligen Helfern, die mit bis zu 180 Einsätzkräften zeitgleich an der Einsatzstelle waren, für ihren unermüdlichen Einsatz! Dankeschön für eure Unterstützung!”, heißt es abschließend in der Meldung der Feuerwehr.

#THW

#Polizei #MHD #Feuerwehr Jüchen #Feuerwehr Kaarst #Feuerwehr Krefeld #Feuerwehr Dormagen #Feuerwehr Grevenbroich #Feuerwehr Rommerskirchen #Feuerwehr Korschenbroich #Feuerwehr Chempark #Leitstelle RKN (ots)

Beitrag drucken
Anzeigen