Rainer Keller (Foto: Markus Joosten)
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Kamp-Lintfort. SPD-Bundestagskandidat besucht real Standort in Kamp-Lintfort

Die Sorge um ihren Arbeitsplatz treibt derzeit viele Beschäftigte des real-Marktes in Kamp-Lintfort um. SPD-Bundestagskandidat Rainer Keller traf sich nun mit Vertretern des Betriebsrates, sowie der Standortleitung und sicherte den Beteiligten seine Solidarität zu.

Erst vor wenigen Wochen wurden den Hoffnungen der Beschäftigten des real-Marktes ein erheblicher Dämpfer verpasst. Das Bundeskartellamt untersagte die geplante Übernahme des Standortes durch EDEKA. Kritik erntete diese Entscheidung vor allem von Seiten der SPD. In einer gemeinsamen Stellungnahme äußerten Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt und der Landtagsabgeordnete René Schneider ihr Unverständnis und forderten die Übernahme doch noch möglich zu machen. Das Bundeskartellamt blieb beim Nein.

„Für die Beschäftigten entwickelt sich gerade eine Hängepartie. Vieles ist im Unklaren und der Einfluss auf den Verkauf der Warenhauskette ist für uns de facto nur sehr begrenzt.“, erklärt der Vertreter des Betriebsrates Fassbender. Zwar sei die Unternehmensleitung des russischen Investors derzeit in Gesprächen mit Übernahmeinteressenten, wie der Betriebsleiter Matthias Böttcher ergänzt, allerdings könne derzeit keine Aussage über den Fortschritt dieser Gespräche getroffen werden.

„Man muss sich das klar machen: Wir sprechen hier nicht über einen wirtschaftlich schwachen Markt ohne Perspektive, sondern von einem gut laufenden Standort, bei dem auch zukünftig solide Umsätze zu erwarten sind. Erst durch die Gesamtlage der Unternehmenskette sind die Beschäftigten in einem Sog hineingeraten, der ihrer Arbeitsleistung und der Attraktivität des Marktes nicht gerecht wird“, erklärt Bundestagskandidat Rainer Keller. „Am Ende geht es nicht nur um einen Standort, sondern um Existenzen. Um die Frage, ob ich auch zukünftig in einem sicheren Job arbeiten kann oder ob ich mir auf einem derzeit ohnehin schwierigen Arbeitsmarkt eine neue Stelle suchen muss. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen jetzt eine Perspektive, an deren Ende auch eine tarifgebundene Übernahme steht!“

Am Ende betonte Keller, dass sowohl er als auch die SPD zukünftig weiterhin an der Seite der Beteiligten stünden. Ziel müsse es nach wie vor sein, schnell Sicherheit für den Standort und die Beschäftigten zu bekommen.

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