Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort (Foto: Walter Schernstein)
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Mülheim an der Ruhr. „Um Hotspots in Mülheim einzudämmen hat die Stadt Mülheim bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen. Die Inzidenzen der einzelnen Stadtteile wurden berechnet und deren Entwicklung über Wochen beobachtet. Die Bevölkerung der verschiedenen Stadtteile mit hohen Inzidenzen wurde gezielt über soziale Medien angesprochen und auch mittels Flyern an die Einhaltung der Hygieneregeln erinnert“, so Krisenstabsleiter Stadtdirektor Dr. Frank Steinfort.

Um eine Ausbreitung der Infektionen in andere Stadtteile möglichst einzudämmen, wird am 7.5. und 8.5. in Styrum eine Sonderimpfaktion durchgeführt. Im Sinne einer risikoorientierten Gefahrenabwehr und aus epidemiologischer Sicht ist dies neben einem großzügigen und niederschwelligen Testangebot, das bereits über die Bürgertests und das städtische Diagnosezentrum realisiert wird, die einzige Möglichkeit, die Inzidenz mittelfristig zu senken und somit die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Die Hausarztpraxis MVZ Hausärzte Ruhr, Ärztlicher Leiter Dr. Udo Pfannkuch, Alvenslebenstr. 23 in Mülheim soll durch das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales kurzfristig zu einer sog. Schwerpunktpraxis ernannt werden. Gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten aus der Praxis Dr. Doina Völpel und Dr. Klaus Kohl soll an zwei Tagen allen Patientinnen und Patientinnen dieser Praxen ein Impfangebot gemacht werden. Erst- und Zweittermin werden gleichzeitig vergeben. Terminvereinbarungen sind nur über die Homepage www.hausaerzte.ruhr möglich. Die Einhaltung der Impfreihenfolge nach der Bundesimpfverordnung wird durch Anamnesebögen abgesichert. Es wird Impfstoff eingesetzt, der noch aus einem Landeskontingent abgerufen werden kann.

„Im Rahmen dieser Aktion können sich auch Lehrerinnen und Lehrer an der Realschule Mellinghofer Straße und an der Willy-Brandt-Schule, die beide in den Stadtteilen Styrum und Altstadt II liegen, impfen lassen. Sie gehören zur Priorität 3 nach der Bundesimpfverordnung und können insoweit im Rahmen dieser Sonderaktion und nach den Maßgaben der Erlasslage des Landes ebenfalls geimpft werden. Die Terminvereinbarung erfolgt direkt über die Schwerpunktpraxis (s. o. die Homepage)“, so der Krisenstabsleiter.

„Die Stadt Mülheim folgt damit ersten anderen Städten wie z. B. Köln und Essen, wo ebenfalls damit begonnen wird, zur gezielten Bekämpfung besonders hoher Inzidenzen mit Impfungen entgegenzuwirken. Diese Vorgehensweise entspricht zudem Forderungen der Bundes- und Landesregierung, verstärkt dort zu impfen, wo besonders hohe Inzidenzzahlen festgestellt werden“, ergänzt Stadtsprecher Volker Wiebels.

Falls weiterer Impfstoff zur Verfügung gestellt werden kann, sollen kurzfristig weitere Stadtteile mit besonders hohen Inzidenzzahlen nach diesem Muster verstärkt mit Impfangeboten unterstützt werden.

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