Fabian Vetter (Foto: privat)
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Kaarst. Im Sozialausschuss steht in der nächsten Sitzung erneut das Thema Leichte Sprache auf der Agenda, das auf Initiative und durch einen gemeinsamen Antrag von Freien Demokraten und SPD bereits im März im Ausschuss diskutiert wurde. Dabei hat sich nun auch die Koalition aus CDU und Grünen dieser wichtigen Angelegenheit angeschlossen. „Wir freuen uns sehr, dass Grüne und CDU nun auch die Bedeutung dieses Themas für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit erkannt haben“, kommentiert Fabian Vetter (FDP), Mit-Initiator des Antrags von FDP und SPD, einen ergänzenden Antrag der Koalition.

Grundsätzlich geht es dabei um die Einführung von Leichter Sprache in der Außenkommunikation von Kaarst, in einem ersten Schritt vor allem um die Übersetzung wichtiger Teile der Stadthomepage. Leichte Sprache ermöglicht unter anderem Menschen mit Behinderung durch simple Satzkonstruktionen, die Vermeidung von Fachbegriffen oder hoher Kontraste bei Bildern die selbstbestimmte Teilhabe am städtischen Informationsangebot.

Über den wichtigen Aspekt der Leichten Sprache hinaus setzen sich die Freien Demokraten auch umfassend für selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe und Barrierefreiheit ein. Im Rahmen der Einführung einer städtischen Satzung zur Wahrung der Belange von Menschen mit Behinderung haben die Freien Demokraten zehn Änderungsanträge für den kommenden Sozialausschuss eingereicht, die den Entwurf der Verwaltung noch deutlich erweitern. Unter anderem soll neben einem hauptamtlichen Beauftragten für Menschen mit Behinderung auch ein ehrenamtlicher Beauftragter, der nach Möglichkeit dem Kreis der Betroffenen entstammt, eingeführt werden. Auch wollen die Freien Demokraten eine stärkere Berücksichtigung der  Perspektiven von Menschen mit Behinderung z. B. bei städtischen Bauprojekten. „Selbstbestimmt in allen Lebenslagen ist ein liberaler Kerngedanke, den wir Freie Demokraten in Zukunft noch stärker auch auf der kommunalen Ebene voranbringen wollen“, ergänzt Dirk Salewski, Fraktionsvorsitzender der FDP im Stadtrat.

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