Der Notfallsanitäter André Garwer hatte nun seinen ersten Einsatz als "Corhelper" (foto: Kreis Borken)

Stadtlohn/Kreis Borken. André Garwer hatte ersten Einsatz als „Corhelper“: „Von der Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort – alles hat reibungslos funktioniert.“

André Garwer verbrachte seinen arbeitsfreien Tag zu Hause. Plötzlich ging der Alarmton seines Handys an – die Ersthelfer-App „Corhelper“ meldete einen Einsatz. Ohne zu zögern nahm er den Einsatz an. Die GPS-Funktion der „Corhelper-App“ zeigte ihm sogleich den Ort des Notfalls an, schnell die Schuhe angezogen und los. Der Notfall war rund 650 Meter von seinem Zuhause entfernt. Die App navigierte den „Corhelper“ dorthin – von Alarmierung bis zum Eintreffen am Notfallort sind circa zwei Minuten vergangen. „Ich bin begeistert davon, wie schnell ich als Ersthelfer beim Patienten war“, erklärt André Garwer, der Notfallsanitäter an der Rettungswache Stadtlohn ist und zusätzlich auch die Abteilung „Rettungsdienst“ der Kreisverwaltung unterstützt. Es sei beeindruckend, wie reibungslos die Rettungskette funktioniert habe. Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes könne so gut überbrückt werden.

Die erste Bilanz nach zwei Wochen „Corhelper-App“ kann sich sehen lassen: Mittlerweile sind circa 380 Personen als „Corhelper“ registriert – täglich werden es mehr. Nach Inbetriebnahme der Ersthelfer-App ist zur Freude des Kreises Borken ein regelrechter Ansturm ausgebrochen. Viele Bürgerinnen und Bürger im Kreis Borken, die über die entsprechenden Qualifikationen verfügen, registrieren sich als Ersthelfer.

Voraussetzung hierfür ist eine vorliegende medizinische Qualifikation (mindestens 24 Std. Grundausbildung, z.B. als Rettungsassistent, Sanitätshelfer, Pflegepersonal, etc.), die nach Registrierung in der App hochgeladen wird. Im Anschluss erfolgt dann eine Freischaltung durch die Fachabteilung „Rettungsdienst“ des Kreises Borken. Erste-Hilfe-Ausbildungen, die diesen Stundenumfang nicht erreichen, reichen aktuell für eine Freischaltung als „Corhelper“ noch nicht aus.

„Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass die App im Hintergrund des Smartphones geöffnet sein muss – anderenfalls erfolgt im Notfall keine Alarmierung“, erklärt Mareike Köhne, Projektkoordinatorin „Corhelper“ beim Kreis Borken.

Zum besseren Verständnis, wie der Einsatz eines Corhelpers aussehen könnte, hat der Kreis Borken ein Erklär-Video mit einer exemplarischen Darstellung einer Notfallsituation auf der Internetseite des Kreises Borken auf www.kreis-borken.de/ersthelferapp unter dem Punkt „Ablauf des Einsatzes“ zur Verfügung gestellt.

Zum Hintergrund:
Die „Corhelper-App“ ist zurzeit für die Plattformen iOS und Android verfügbar. Qualifizierte Ersthelfer können die App auf ihrem Smartphone im iTunes App Store (iPhone Version) bzw. Google Play Store (Android) kostenlos herunterladen und eine Registrierung vornehmen.

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