(Foto: privat)
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Kaarst. Für die vier Planungsbüros im Wettbewerb „Zukunft Innenstadt“ schlug Dienstagabend die erste Stunde der Wahrheit. Nachdem die Teams ihre Entwürfe für die Zukunft der Kaarster Stadtmitte im Albert-Einstein-Forum präsentiert hatten, setzte sich die Wettbewerbsjury mit den vorgelegten Ideen auseinander. Nach fast vier Stunden Diskussion und Austausch steht fest: Für die Wettbewerb-Teams bleibt noch einiges zu tun. „Die Jury hat insgesamt mehr Mut eingefordert. Mut zur Urbanität, Mut zur konsequenten Umsetzung der gezeigten Ansätze“, sagt Sigrid Burkhart, Technische Beigeordnete der Stadt Kaarst. Aus ihrer Sicht war das Forum 2 damit der erwartet wichtige Zwischenschritt auf dem Weg zu den fertigen Konzepten: „Im unmittelbaren Austausch bekommen die Teams wichtige Hinweise, wo sie ihre Entwürfe weiter qualifizieren müssen.“

Seit dem 23. April waren die vier Konzepte auf der Homepage der Stadt Kaarst unter www.kaarst.de/zukunftinnenstadt einsehbar. Im zweiten Schritt der Bürgerbeteiligung gingen rund 30 qualifizierte Beiträge ein, die den Büros weitergeleitet wurden. U.a. hatten sich die Marktbeschicker zu Wort gemeldet. Auch ihre Interessen sollen bei der Umgestaltung der Flächen zwischen Rathaus und nördlichem Maubiszentrum berücksichtigt werden. Wie diese Umgestaltung aussehen könnte, dazu haben die vier Planungsteams ganz unterschiedliche Ansätze vorgestellt. Die Wettbewerbsjury aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern diskutierten gestern Abend erstmals die Vor- und Nachteile der einzelnen Entwürfe.

Am Ende des zweistufigen Wettbewerbs „Zukunft Innenstadt“ wird der Masterplan für die Kaarster Stadtmitte stehen. Bis zum Forum 3 am 1. Juni bleibt den Teams nun Zeit, um die gestern notierten Hinweise der Jury in ihr finales Konzept einzuarbeiten. Bereits am 2. Juni 2020 fällt die Entscheidung für die beste ganzheitliche Planung. Ausgangspunkt des Wettbewerbs ist das zentrale Grundstück zwischen Rathaus und Maubiszentrum, auf dem momentan noch das Gebäude einer alten Gaststätte steht. Die gesamte Fläche mit angrenzenden Parkplätzen und der als Grünzug gestalteten Freifläche wurde durch die Stadt erworben. Vier Planungsbüros erarbeiten für die Fläche und den umliegenden Raum ein Gesamtkonzept zu den Themenfeldern Aufenthaltsqualität, Handel, Nachhaltigkeit und Mobilität. Die Entwürfe der Planungsbüros werden von einer Jury bewertet, die sich aus Architekten und Freiraumplanern sowie Vertretern der Politik zusammensetzt.

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