Oberbürgermeister Felix Heinrichs hat zusammen mit dem Beigeordneten Dr. Gert Fischer (g.l.), Nina Schulze und Dr. Karlheinz Wiegmann vom Museum Schloss Rheydt die Textilroute offiziell eröffnet (Foto: © Stadt MG)

Mönchengladbach. Die TextilRoute führt zu 27 Orten in der Stadt, an denen sich die Geschichte Mönchengladbachs als Textilstadt noch erleben lässt. Darunter sind imposante Unternehmervillen, lauschige Parks und urbane Industrieareale. Eine Rad-Erlebnisroute in einer Stadt ist dabei nach Einschätzung von Dr. Karlheinz Wiegmann, Direktor des Museums Schloss Rheydt, Neuland: „Wenn ich da zum Beispiel Münster sehe, da wird zwar viel Fahrrad innerhalb der Stadt gefahren, aber gezielte Routen gibt es eigentlich nur für das Umland. Da sind wir hier in Mönchengladbach schon ein Vorreiter.“ Informationen gibt es dabei unter anderem über einen Faltplan oder man folgt der Beschilderung.

Die vom Team des Museums in Zusammenarbeit mit dem Mobilitätsmanagement der Stadt entwickelte Route stellt keine besonderen Anforderungen an Fahrrad oder Fahrer*in. Sie ist wahlweise als Nord- oder Südschleife fahrbar (jeweils ca. 20 km) oder auch im Verbund als Tagestour. „Unsere Haltepunkte gestaltet sich dabei ganz unterschiedlich“, berichtet Nina Schulze vom Museum Schloss Rheydt, die maßgeblich mit an der Entwicklung beteiligt war. „An einigen Punkten gibt es konkret noch etwas zu sehen, wie ein Gebäude, bei anderen braucht es dann schon die textlichen Erläuterungen. Aber auch das reichhaltige historische Bildmaterial, dass über die App dank der Unterstützung des Stadtarchivs zu finden ist, hilft da weiter. Da bekommt man dann einen guten Eindruck davon, was den Standort in Bezug auf die textile Geschichte Mönchengladbachs mal ausgemacht hat.“ Die Web-App der Textilroute www.textilroute.de erleichtert außerdem die Navigation und bietet eine perfekte Ergänzung zum Faltplan.

Innerhalb der Fahrradwegweisung der Stadt erkennt man die Textilroute an ihrem Logo. Überall dort, wo sich Sehenswürdigkeiten abseits der Beschilderung befinden, helfen App und Faltplan weiter. Die Textilroute setze neben dem Bereich der Mobilität dabei noch einmal ein deutliches Zeichen, sagt Oberbürgermeister Felix Heinrichs bei der offiziellen Eröffnung der Route: „Die Textilroute zeigt einfach, wie stark die Textilindustrie Mönchengladbachs Geschichte und Entwicklung im gesamten Stadtgebiet geprägt hat und es auch noch in der Gegenwart tut. Hier gibt es nicht den einen Standort oder das eine Unternehmen, wie es häufig an anderen Orten der Fall ist.“

Für den zuständigen Beigeordneten Dr. Gert Fischer ist die Textilroute dabei noch in einem größeren Kontext zu sehen: „Überregional schreitet der Ausbau von Industrierouten in Anlehnung an die Industriekultur in vielen Kommunen und Städten voran. Mit der Textilroute sind wir hier in Mönchenglabdach in eine sehr gute Vorleistung gegangen, die perfekt diese überregionalen Bestrebungen ergänzt.“

Dabei gibt es auch bei der Entwicklung vor Ort noch Potential, sagt Museumsleiter Wiegmann: „Wir hätten noch viel mehr Orte. Allerdings wären die Routen dann doch sehr lang geworden.  Da werden wir aber sicherlich in Zukunft noch zusätzliche Strecken aufnehmen.“ Und auch in Sachen technische Entwicklungen bleibt das Museum am Ball: „Auch Augmented Reality wird da in Zukunft eine Rolle spielen und noch einmal ganz andere Möglichkeiten bieten“, ergänzt Schulze.

Wer sich aktuell auf den Weg machen möchte, findet den Faltplan unter anderem natürlich im Museum Schloss Rheydt und im TextilTechnikum, aber auch an vielen weiteren Orten. Alle Informationen sind aber auch über die Web-App www.textilroute.de abrufbar.

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