Eine der acht neuen Infotafeln an der König-Ludwig-Trasse stellte Bürgermeister Christoph Tesche mit Peter Waschkuhn (VV Suderwich-Essel, Fachbereichsleiter Axel Tschersich, Jessica Dehms (Stadtmarkting), Christian Wengerek (Geschichtskreis König Ludwig) und Georg Gabriel (Abteilungsleiter Stadtmarketing/v.l.) vor (Foto: Stadt RE)

Recklinghausen. An der frischen Luft sein, sich sportlich betätigen und dabei noch etwas lernen? Möglich macht es ab sofort die König-Ludwig-Trasse. Mitarbeiter*innen der Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) haben in den vergangenen Tagen acht Infotafeln entlang der Strecke aufgestellt, die die beheimatete Bergbautradition in den Fokus nehmen.

Der Rad- und Spazierweg ist gesäumt von Erinnerungen aus vergangenen Tagen. Sechs bergbauhistorische Exponate ziehen regelmäßig das Interesse der Passant*innen auf sich. Um deren ursprüngliche Funktion zu erläutern und zu veranschaulichen, gibt es für jedes Exponat nun eine Erklärungstafel. Und damit nicht genug: Zusätzlich dazu erfahren Interessierte die Hintergründe über das Graffiti mit Bergbau-Motiv sowie über die Ruhrfestspiele, deren Geschichte eng mit der Zeche König Ludwig verknüpft ist.

„Der Bergbau ist tief in unserer Stadtgeschichte verwurzelt“, betont Bürgermeister Christoph Tesche. „Mit den neuen Infotafeln wird das Erlebnis auf der König-Ludwig-Trasse einmal mehr aufgewertet. Fortan bietet der beliebte Rad- und Spazierweg nicht nur etwas für das Auge, sondern auch für die eigene Weiterbildung in Sachen Heimatgeschichte.“ Die Hinweisschilder beleuchten folgende Themen: die Diesellok und den Grubenausbau, das Graffiti zur Bergbauhistorie, den Förderwagen mit Seitenkipper, die Seilscheibe, den Schildausbau, die Zeche König Ludwig als Wiege der Ruhrfestspiele, die Fahrdrahtlok mit Förderwagen und die Akkulok mit Förderwagen.

„Ein weiteres Highlight sind die 19 touristischen Wegweiser auf der Trasse, die auf interessante Ziele in der direkten Umgebung hinweisen“, erklärt Axel Tschersich, Fachbereichsleiter Wirtschaftsförderung, Standortmanagement, Stadtmarketing. „Die König-Ludwig-Trasse entwickelt sich zunehmend zu einem Fernradweg durch das Ruhrgebiet, insbesondere wenn der Weiterbau nach Norden erfolgt. Wir möchten die Radfahrenden animieren, auch in Recklinghausen Abstecher von der Trasse zu machen.“

Die Ziele liegen maximal 4,5 Kilometer entfernt. Eine fortführende Beschilderung nach Verlassen der Trasse gibt es nicht. Stattdessen können Bürger*innen mit ihrem Smartphone einfach den QR-Code auf den Infotafeln scannen und sich bequem zum jeweiligen Ziel leiten lassen. Eine zusätzliche App ist nicht erforderlich. Wer eine weitere Strecke zurücklegen möchte, kann außerdem auf den digitalen Radtourenplaner der Ruhr Tourismus GmbH zurückgreifen. Der Planer zeigt nicht nur alle Radwege in der Metropole Ruhr an, er schlägt auch Touren vor und macht die Benutzer*innen auf Sehenswürdigkeiten im Umkreis aufmerksam.

Auf Initiative des Geschichtskreises König Ludwig wurden die bergbauhistorischen Exponate entlang der König-Ludwig-Trasse platziert. Damit die Infotafeln jetzt aufgestellt werden konnten, half dieser in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverein Suderwich-Essel tatkräftig mit. Für die persönliche Note sorgten ehemalige Bergleute aus Recklinghausen und aus der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition – Linker Niederrhein – e.V. aus Kamp-Lintfort, die die Stadt nicht nur fachlich, sondern auch mit Bildern unterstützten.

Für das Projekt hat die Stadt Recklinghausen insgesamt etwa 18.000 Euro investiert. Damit ist die touristische Gestaltung der König-Ludwig-Trasse aber noch nicht abgeschlossen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) wird diesen Sommer vier zusätzliche Informationstafeln aufstellen, die sich im Rahmen der „Route der Industriekultur“ den Standorten der einzelnen Schachtanlagen der Zeche König Ludwig widmen.

Weitere Informationen und Tipps zur Freizeitgestaltung sind auf der städtischen Homepage unter www.recklinghausen.de/tourismus abrufbar.

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