Die ehemalige Schule an der Ruhr (Ansicht von 2018) (Foto: © Stadt Essen)

Essen. Das ehemalige Gebäude der Schule an der Ruhr im Mintarder Weg in Essen-Kettwig und das Nebengebäude sollen zurückgebaut werden. Ab Ende Januar wurden mit den Entrümpelungs- und Entkernungsarbeiten die vorbereitenden Maßnahmen zum Rückbau durchgeführt. In den kommenden Wochen soll nun mit dem schrittweisen Abbruch der Gebäude begonnen werden. Der gesamte Abbruchmaßnahme wird voraussichtlich im Herbst 2021 abgeschlossen sein.

Da es während der Abbrucharbeiten am OGS-Gebäude, voraussichtlich zwischen Ende Mai und Ende Juni zu einer temporären Konzentration von Tetrachlorethen oberhalb der geruchlichen Wahrnehmungsschwelle kommen kann, wird das Umfeld möglicherweise ein Geruch wahrnehmen ist, der an eine chemische Reinigung erinnert.

Bei den bisherigen Bauarbeiten wurde nicht in die Bausubstanz eingegriffen, weshalb keine Schutzmaßnahmen nötig waren. Zum Schutz der Anwohner*innen und der beteiligten Facharbeiter*innen werden während der nun anstehenden Abrissarbeiten am OGS-Gebäude umfangreiche vorsorgliche Maßnahmen zur Vermeidung einer Geruchsbelästigung unternommen, wie zum Beispiel die Abgrenzung der Baustelle mit Planen und die sogenannte Bewetterung. Bei der Bewetterung wird der leicht flüchtige Stoff Tetrachlorethen durch das Zuführen von Luft auf eine sehr geringe Konzentration verdünnt. Dies ist vergleichbar mit der Luftzufuhr unter Tage. Begleitend wird die Konzentration des Stoffes Tetrachlorethen in der Luft fortwährend gemessen. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung von Anwohner*innen ist bei Eingriffen in den Boden sowie im Zuge der Abbruch- und Neubaumaßnahmen aufgrund der äußerst geringen Konzentrationen nicht gegeben.

Die Anwohner*innen werden gesondert über die anstehenden Arbeiten informiert.

Zum Hintergrund

Der Schulbetrieb der Grundschule musste bereits Anfang 2017 auf dem Grundstück eingestellt werden, da es mit Tetrachlorethen belastet war. Nach der Maßnahme wird in den kommenden Jahren an gleicher Stelle ein Neubau entstehen.

Die Zufahrt erfolgt während der Maßnahme über die Landsberger Straße und den Eva-Hollands-Weg. Die Straßen bleiben für den öffentlichen Verkehr geöffnet.

Im Jahr 2017 wurden das Schulgebäude und der Boden des Schulgrundstücks gutachterlich hinsichtlich einer eventuellen Belastung durch Tetrachlorethen untersucht. Im Verlauf der Untersuchungen auf dem Schulgrundstück wurde festgestellt, dass Tetrachlorethen nicht im Boden oder nur in äußerst geringen Konzentrationen von deutlich weniger als 1 Milligramm pro Kilogramm nachweisbar ist.

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