v.l. Daniel Winkens, Sascha Horn, Andreas Terhaag (Foto: privat)

Mönchengladbach. 39 Mitglieder der FDP folgten am Samstag der Einladung zu zwei Sitzungen, der Kreiswahlversammlung und dem anschließenden ordentlichen Kreisparteitag. Angemietet wurde der Kaisersaal, um Corona konform die entsprechenden Sitzabstände einzuhalten.

Gleich zwei junge Kandidaten, die beide mit starken Vorstellungen aufwarteten, bewarben sich um den Wahlkreis Süden, Sascha Horn und Daniel Winkens. Das Rennen machte letztendlich Daniel Winkens mit 26 Stimmen.

Sascha Horn, 36 Jahre, Vertriebsingenieur, ist Beisitzer im Ortsverband West sowie Sportpolitischer Sprecher und Koordinator des städtischen Sport-Ausschusses. In der letztjährigen Kommunalwahl holte er das für die FDP beste Ergebnis im Wahlkreis Wickrath-Land. Dies bewog ihn letztendlich dazu, für ein Landtagsmandat zu kandidieren.

Seine politischen Schwerpunkte sieht er in den Bereichen Digitalisierung, Bildung, Sport und Energie. Die derzeitige Pandemie zeige, wie wichtig u. a. diese Themen seien. Jedoch dürften die weiteren Bereiche selbstverständlich nicht vernachlässigt werden. Das bevölkerungsstärkste Bundesland müsse in diesen Punkten eine Vorreiterrolle übernehmen, so Sascha Horn. Neben der Politik ist Sascha Horn Vorsitzender des SV Wickrathberg und Ehrenamtsbeauftragter im Fußballkreis Mönchengladbach/Viersen.

Daniel Winkens, 30 Jahre, Wissenschaftlicher Mitarbeiter eines Abgeordneten im Landtag NRW, ist Schriftführer im Kreisvorstand, stellvertretender Vorsitzender im Ortsverband Süd. Vor fünf Jahren kandidierte er bei den Landtagswahlen für den Wahlkreis Rheydt-Odenkirchen-Wickrath-Giesenkirchen-Lürrip. Er erreichte für die FDP ein hervorragendes Ergebnis von 13,1% der Stimmen.

Da Nordrhein-Westfalen und damit auch Mönchengladbach im Herzen Europas lägen, habe der Ballungsraum eine zukunftsfähige Politik verdient, so Daniel Winkens. Es brauche eine Politik, die einen Ausgleich zwischen gesellschaftlichen, kulturellen, sozialen, umwelttechnischen und wirtschaftlichen Interessen schaffe. Daher setze er sich ein für den Ausbau der Bildungslandschaft, Digitalisierung, Erhöhung der KITA-Plätze, Umwelt- und Artenschutz.

Als Büroleiter des Abgeordneten Andreas Terhaag konnte er an der Gestaltung einer bisher richtungsweisenden Politik im Landtag aktiv mitwirken und sieht Nordrhein-Westfalen auf dem richtigen Weg durch die Koalition von CDU und FDP.

Andreas Terhaag, 53 Jahre, kandidierte erneut für den Landtag auf Vorschlag des Wahlkreises Nord. Seit sechs Jahren sei er Abgeordneter im Landtag NRW als Sprecher für Sport und im Ausschuss für Umwelt. Er freue sich, dass der in

2017 mit der CDU geschlossene Koalitionsvertrag in den wichtigsten Punkten umgesetzt wurde. Trotz oder gerade wegen der Pandemie sei wichtig gewesen, dass eine liberale, wirtschaftsorientierte und für die Grundrechte eintretende Partei mitregiere. Die Schulpolitik sei zwar mittlerweile auf einem guten Weg, in der Pandemie habe sich jedoch gezeigt, dass die Digitalisierung in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt wurde.

Als sportpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion sehe er auch sehr gut, zu welchen Schäden die Pandemie im Sport geführt habe, führte Andreas Terhaag weiter aus. Sportvereine stünden durch große Mitgliederverluste vor dem Aus.

Das Engagement der Ehrenamtlichen in Vereinen sei vielfach gesunken. Sorgen bereiteten ihm die Defizite beim Schwimmen. Bei ein bis zwei Jahrgängen von Kindern sei bisher kein Schwimmunterricht möglich gewesen. Das wird alles Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen, die Vereinswelt, und letztlich auch auf den Spitzensport haben. Diese Fehler und Erkenntnisse müssen aufgenommen, so Andreas Terhaag. Sie müssten analysiert und für ein mögliches erneutes Auftreten einer Pandemie in die Pläne eingebaut werden. Daran wolle er mitarbeiten.

Andreas Terhaag gelang es, u. a. enorme Fördersummen insbesondere für die Sportvereine seiner Heimat Mönchengladbach zu erreichen. Auch in Zukunft wird er sich dafür einsetzen. Mit 36 Stimmen erzielte er ein beachtliches Ergebnis.

Zu Beginn des ordentlichen Kreisparteitags vermeldete Kreisvorsitzender Andreas Terhaag gute Nachrichten. Der Mitgliederbestand erhöhte sich innerhalb eines Jahres um 26 Personen. Durch eine Karteibereinigung gehören der FDP nun 205 Mitglieder an, weitere fünf Personen befinden sich im Aufnahmeverfahren.

Positive Informationen kamen auch von Schatzmeister Stefan Dahlmann. Durch solides Wirtschaften konnte, trotz intensiven Kommunalwahlkampfs im letzten Jahr, ein Finanzpolster aufgebaut werden. Für die kommende Bundestagswahl sind die Liberalen gut ausgestattet. Kassenprüfer Bernd Lamers bat um Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, die einstimmig erteilt wurde.

Mit Peter König wurde im letzten Jahr ein guter Kandidat nominiert, so Andreas Terhaag. Bereits seit Beginn des Jahres hat er gemeinsam mit Gertrud Müller zahlreiche Termine absolviert und eine gute Pressearbeit absolviert. Das Wahlkampfteam befindet sich ebenfalls aktiv in der Planung.

Ein Stammtisch für alle Mitglieder sei eingeführt worden, erläuterte Andreas Terhaag weiter. Die Vortragsreihe „Live&Liberal“ fand bereits mehrmals mit namhaften Gästen aus der Politik statt. In Planung sind derzeit Veranstaltungen mit Gästen wie Otto Fricke, Kathrin Helling-Plahr, Dietmar Brockes und Mönchengladbachs Oberbürgermeister Felix Heinrichs. Monatlich erscheint ein Newsletter mit aktuellen Nachrichten aus der Partei.

Der neue Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen Martino Bechara nutzte die Gelegenheit zu einer kurzen Vorstellung. Er sicherte Peter König die Unterstützung der Julis im Bundestagswahlkampf zu. Im kommenden Jahr können auch Andreas Terhaag und Daniel Winkels auf die Hilfe der Jugendorganisation zählen. Der Bericht der Fraktionsvorsitzenden Nicole Finger fiel pandemiebedingt in diesem Jahr aus.

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