Symbolfoto Düsseldorfer Flughafen

Düsseldorf/Meerbusch/Ratingen. Entschärfung im Laufe des Nachmittags

Am Düsseldorfer Airport sind heute eine Fünf- und eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden. Die Blindgänger verfügen über einen konventionellen Aufschlagzünder und werden am heutigen Nachmittag vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft.

Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen der Entschärfung ist mit verkehrlichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zu rechnen. Die Autobahn A44 wird zwischen den Anschlussstellen Kreuz Meerbusch und Ratingen ab 14:00 Uhr gesperrt.

Für die Entschärfung wird eine verkehrsarme Zeit am heutigen Nachmittag genutzt. Der Flugbetrieb am Düsseldorfer Flughafen ist durch die geplanten Maßnahmen nur im geringen Maße betroffen.

Für das Zeitfenster der Entschärfung der gefundenen Fünf- bzw. Zehn-Zentner-Bombe müssen Personen in einem Radius von 500 Meter evakuiert werden. Im 1.000 Meter-Radius gilt luftschutzmäßiges Verhalten (in Gebäuden bleiben). Die Nachbarschaft des Airports wird von der Stadt Düsseldorf umfassend über die Auswirkungen der Entschärfungsmaßnahmen informiert. Das Gefahrentelefon der Stadt ist unter der Rufnummer 0211/ 3889 889 besetzt.

Unmittelbar nach der Entschärfung werden sämtliche Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgehoben.

Bombenentschärfung am 10. Mai: Dazu müssen in einem Radius von 500 Metern (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle an der Flughafenstraße bis zu 2.500 Menschen ihre Wohnungen oder Arbeitsstellen verlassen (Karte: © Landeshauptstadt Düsseldorf)

Bombenfund in Düsseldorf-Lohausen: 2.500 Menschen müssen Arbeitsplatz oder Wohnung verlassen

Bei Sondierungen in Düsseldorf-Lohausen sind auf dem Gelände des Flughafens zwei britische Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die 5- bzw. 10-Zentner-Bomben werden im Laufe des heutigen Tages (10. Mai) entschärft. Dazu müssen in einem Radius von 500 Metern (Gefahrenbereich A) um die Fundstelle an der Flughafenstraße bis 13 Uhr bis zu 2.500 Menschen ihre Wohnungen oder Arbeitsstellen verlassen, betroffen sind dabei vor allem Beschäftigte des Flughafens. Im Radius bis 1.000 Meter (Gefahrenbereich B) um die Fundstelle sind weitere rund 3.000 Menschen betroffen – sie dürfen während der Entschärfung ihre Wohnung nicht verlassen und sich nicht im Freien aufhalten.

Die Bomben werden vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft werden. Für diejenigen, die während der Evakuierungszeit eine Anlaufstelle brauchen, stehen ab 12.30 Uhr Räume der Grundschule Im Grund 80 offen. Dort ist durch die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund und Deutsches Rotes Kreuz eine Betreuung organisiert. Menschen die einen Transport benötigen (Krankenwagen oder Bus) sollten sich über Telefon 19222 bei der Feuerwehrleitstelle melden. Dann wird ein individuelle Transportmöglichkeit abgestimmt.

Im engeren Radius um den Ort der Entschärfung befindet sich unter anderem der Flughafen samt Verwaltung. Die Grundschule am Farnweg ist zwar nicht vom Gefahrenbereich betroffen, allerdings muss der Sandweg für die Entschärfungsmaßnahmen für den Individualverkehr gesperrt werden. Damit die Kinder und Beschäftigten die Örtlichkeiten rechtzeitig verlassen können, wird der Schulbetrieb bis 13 Uhr eingestellt. Die Schule wurde über den Krisenstab darüber informiert.

Auch Stadtbahn- und Busverkehr werden in den Gefahrenbereichen A und B ab 13 Uhr eingestellt beziehungsweise nur noch eingeschränkt fahren.

Zudem muss die Autobahn A 44, die entlang des Düsseldorfer Flughafens führt, während der Entschärfung ab 14 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Auch der Autoverkehr rund um die Fundstelle wird eingeschränkt, betroffen sind die Straßen: Rund um den Nordstern, im Bereich Unterrath: Kalkumer Straße/Ecke Unterrather Straße sowie Kieshecker Weg im Bereich Flughafen. Auch die Bundesstraße B 8n ist betroffen. Polizei und Ordnungsamt sperren die zuführenden Straßen ab 13 Uhr.

Für den Zeitraum der Entschärfung ist es nicht möglich, aus den nördlichen Stadtteilen nach Düsseldorf über die direkten Verkehrswege hinaus beziehungsweise aus Düsseldorf in die nördlichen Stadtteile hineinzufahren. Dort wird empfohlen, den Bereich Flughafen und Nordstern weiträumig zu umfahren. So kann für die Umfahrung die A 52 und das Mörsenbroicher Ei genutzt werden.

Die Fliegerbomben werden von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft. Seit 11.30 Uhr sind Lautsprecherwarnfahrzeuge unterwegs, um die betroffenen Bürger aufmerksam zu machen.

Die Sprengkörper waren bei Sondierungsarbeiten entdeckt worden. Sobald sie entschärft sind, werden alle gesperrten Straßen wieder freigegeben. Die Stadt Düsseldorf appelliert an betroffene Bürgerinnen und Bürger, den Evakuierungsaufforderungen im Gefahrenbereich A zügig zu folgen und auch die Handlungsempfehlungen für den Gefahrenbereich B zu beachten, um die Entschärfung nicht unnötig zu verzögern. Im äußeren Radius (Gefahrenzone B), der den Raum 1.000 Meter um den Fundort umfasst, sind die Menschen ab 13 Uhr gehalten, sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufzuhalten.

Menschen, die in der Gefahrenzone A wohnen und nicht eigenständig die Betreuungsstelle erreichen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen. Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden.

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