(Foto: @ Stadt Hattingen)
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Hattingen/Ruhr. Rohre für schnelles Internet

An der Gesamtschule Welper an der Marxstraße wurde fleißig gebuddelt. Von der Straße bis zum Schulgebäude wurde in der vergangenen Woche ein Graben gezogen und Rohre hineingelegt. Alles wurde soweit vorbereitet, um dort im nächsten Schritt Glasfaserkabel zu verlegen. Ziel ist es, die Schulen im gesamten Stadtgebiet nach und nach an das stadteigene Glasfasernetz der „Hattinger Schulcloud“, einer gemeinsamen Serverlandschaft, anzuschließen.

„Zu den Schulen werden in dem aktuellen Bauabschnitt insgesamt 2,5 Kilometer Leerrohre verlegt. Mit diesem Arbeitsschritt wird der Breitbandausbau überhaupt erst ermöglicht“, erklärt Markus Maas vom Fachbereich Stadtbetriebe und Tiefbau, der die Arbeiten für die Stadt Hattingen als Bauleiter koordiniert. Die ersten Rohre für ein schnelleres Internet wurden Ende 2019 ausgelegt. Das Gymnasium Waldstraße und die Grundschule Bruchfeld waren die ersten, an denen im Rahmen des Projekts „Gute Schule 2020“ Leerrohre verlegt wurden.

Zum aktuellen Bauabschnitt gehören noch die Grundschule Heggerfeld, die Grundschule Weiltor St. Franziskus und das Schulzentrum Holthausen, die bereits fertiggestellt sind, beziehungsweise sich in den letzten Zügen der Arbeit befinden. Die Realschule Grünstraße steht schon in den Startlöchern, dort sollen die Leerrohrarbeiten in den nächsten Tagen beginnen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich bei diesem Bauabschnitt auf rund 285.000 Euro.

„Insgesamt werden für die gesamten Tiefbauarbeiten von den Straßen bis zu den Gebäuden an den verschiedenen Schulen rund 500.000 Euro verbuddelt. Die Erdarbeiten erstrecken sich dabei auf circa fünf Kilometern“, so Markus Maas.

Weitere Leerrohrarbeiten im Rahmen des Projekts „Gute Schule 2020“ sind für den Sommer 2021 geplant. Dann werden die Erik-Nölting-Grundschule in Welper sowie die Gemeinschafts-Grundschulen in Alt-Blankenstein und Holthausen für die Verlegung der Glasfaserkabel vorbereitet.

„Ich freue mich um den Fortschritt der Leerrohrarbeiten. Das ist ein wichtiger Schritt für die notwendige Digitalisierung an unseren Schulen. Der Wechsel zwischen Distanzunterricht und Präsenzunterricht prägt momentan den Alltag unserer Schulen und bringt gleichzeitig auch viele technische Herausforderungen mit sich. Umso wichtiger ist eine gute digitale Infrastruktur als Basis“, erklärt Frank Mielke, Kämmerer der Stadt und Verantwortlicher für die Digitalisierung von Verwaltung und Schulen in Hattingen.

Die Tiefbauarbeiten werden von der Firma Steinbrecher aus Rheine durchgeführt.

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