v.l. Birgit Terhorst (Bezirksregierung Düsseldorf), Peter Bollig (Geschäftsführer Kreis Weseler Abfallgesellschaft), Dr. Angela Küster (Abteilungsdirektorin Bezirksregierung Düsseldorf), Manfred Wolfers jun. (Vorsitzender der Verbandsversammlung des BAVN), Andreas Budde (stv. Verbandsvorsteher des BAVN und Dezernent des Kreises Viersen), Helmut Czichy (Verbandsvorsteher BAVN und Vorstand des Kreises Wesel) (Foto: privat)

Kamp-Lintfort/Kreis Viersen/Kreis Wesel. Genehmigungsbescheid für neue Bioabfallbehandlungsanlage erteilt

Bereits seit einigen Jahren planen die Verantwortlichen der Kreise Wesel und Viersen, organisiert im Bioabfallverband Niederrhein (BAVN), mit maßgeblicher Unterstützung der Kreis Weseler Abfallgesellschaft eine neue Bioabfallbehandlungsanlage mit Vergärungsstufe am Standort Asdonkshof. Der Genehmigungsantrag für das Projekt wurde Ende 2019 eingereicht und leitete ein Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung ein. Erfreulicherweise wurden keine Einwände gegen das Vorhaben erhoben, so dass heute durch die Bezirksregierung Errichtung und Betrieb genehmigt werden konnten.

Mit großem Enthusiasmus nahm Helmut Czichy, Verbandsvorsteher des BAVN im Beisein von Andreas Budde (stv. Verbandsvorsteher BAVN) und Manfred Wolfers jun. (Vorsitzender der Verbandsversammlung des BAVN) den Genehmigungsbescheid von Dr. Angela Küster, (Abteilungsleiterin Umwelt Bezirksregierung Düsseldorf) entgegen und übergab ihn an Peter Bollig, Geschäftsführer der Kreis Weseler Abfallgesellschaft.

„Ich freue mich, dass es durch die Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf gelungen ist, am Niederrhein neue Wege für eine langfristige Entsorgungssicherheit zu beschreiten. Nur durch die Kooperation der beiden Kreise wird es möglich, auch eine Vergärungsstufe zu realisieren, die von einem Kreis alleine nicht wirtschaftlich hätte betrieben werden können“, erläutert Dr. Angela Küster.

Im Rahmen einer richtungsweisenden interkommunalen Zusammenarbeit der Kreise Wesel und Viersen übernimmt der BAVN die Aufgabe der Entsorgung der im Verbandsgebiet anfallenden Bioabfälle. Der Projektname des ehrgeizigen Vorhabens mit innovativer Technik ist InBio. Die Anlage wird aus jährlich rd. 67.500 t Bioabfall etwa 2,6 Mio m³/a Biogas und  25.000 t/a hochwertigen Kompost  produzieren. Zwei BHKWS verstromen das Biogas zu rd. 6 Mio kWh ,grünem‘ Strom. Das Investitionsvolumen beträgt rund 35 Mio. Euro, mit den Bauarbeiten wird zeitnah begonnen.

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