(Foto: privat)
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Duisburg. Am Mittwochmittag haben sich über 100 Menschen vor dem Haupteingang des Sana Klinikums Duisburg versammelt, um gegen die geplanten Kündigungen in der Sana Tochtergesellschaft Sana DGS pro.service GmbH zu protestieren. „Wir hatten diese Kundgebung kurzfristig angemeldet und zunächst mit vielleicht 15 Personen gerechnet. Dass sich hier nun deutlich über 100 Menschen versammelt haben und sich solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen zeigen, ist fantastisch und macht Mut!“, sagt ver.di Gewerkschaftssekretär Frowin Jaspers.

Der Hintergrund für den Protest ist die Bekanntmachung des Klinikkonzerns Sana AG in seiner Tochtergesellschaft bundesweit über 1000 Stellen streichen zu wollen. In Duisburg seien 39 Kolleg:innen von den Plänen betroffen. „Wir haben – wie auch die betroffenen Kolleginnen und Kollegen selbst – von den Plänen aus der Presse erfahren. Weder hat Sana bisher eine ansatzweise nachvollziehbare Begründung für die Kündigungspläne geliefert, noch möchte Sana erklären, wer denn künftig die Arbeit der dann entlassenen Kolleginnen und Kollegen übernehmen soll. Denn die fällt ja nicht mit weg“, so Jaspers.

Die Gewerkschaft ver.di organisiert ab dem gestrigen Tage eine Unterschriftensammlung gegen die Kündigungspläne in den Sana Kliniken, so auch in Duisburg. „Die Fassungslosigkeit ist auch in der Stammbelegschaft riesengroß und ebenso der Wille zur Solidarisierung. Dass man mitten in der Pandemie Menschen feuern möchte, die in eben dieser seit einem Jahr durcharbeiten, den Laden am Laufen hielten und auch ihre eigene Gesundheit Tag für Tag gefährdet haben, ist falsch, herzlos und beschämend“, empört sich Jaspers.

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