Mareike Thomaier (Foto: Jörg Dembinski / Spielbilder Werkselfen TSV Bayer 04 Leverkusen)

Leverkusen. In Sachen Spannung ist auf die Handballfrauen aus Leverkusen Verlass. Zum achten Mal in dieser Saison waren die Werkselfen mit von der Partie, wenn es bis zur Schlusssirene auf des Messer Schneide stand.

Es gab Niederlagen mit einem Tor Differenz sowie Siege mit einem Tor Vorsprung – so wie beim 26:25 am Mittwoch gegen die Kurpfalz Bären. Am Samstag folgte in der EWS-Arena von Göppingen mit dem 26:26 bei Gastgeber Frisch Auf! das dritte Unentschieden in der laufenden Spielzeit.

Der zuletzt arg ersatzgeschwächte Kader der Werkselfen konnte in Göppingen durch die Juniorelfen Sophia Cormann, Lea Flohr und Kreisläuferin Marie Teusch, die ihren ersten Einsatz in der Bundesliga feiern konnte, ergänzt werden.

So hatte Trainer Martin Schwarzwald bei der Aufstellung mehr Auswahlmöglichkeiten und konnte dadurch nicht nur Svenja Huber und Mareike Thomaier auf ihren angestammten Positionen einsetzen, sondern dem Rest der Stammbesetzung die dringend nötigen Erholungszeiten gönnen.

„Es war enorm wichtig, dass wir heute die Juniorelfen dabeihatten. So konnte beispielsweise Marie Teusch am Kreis und im Abwehr-Innenblock in der ersten Hälfte zehn Minuten für eine Entlastung von Jennifer Kämpf, die sich am Mittwoch am Ellenbogen verletzt hatte, sorgen. Auch Mia Zschocke konnten wir zwischenzeitlich eine Pause gönnen, das heißt, wir konnten durch diese Wechseloptionen die Belastung insgesamt besser verteilen als noch unter der Woche gegen Ketsch“, so Trainer Martin Schwarzwald, der einen guten Start seiner Werkselfen in die Partie registrieren konnte.

Doch nach einer raschen Leverkusener 6:2-Führung kämpften sich die Gastgeberinnen nach und nach wieder heran und konnten beim 9:9 in der 19. Minute wieder ausgleichen. Die Partie blieb dann eng bis zur Halbzeitpause, in die das Bayer-Team mit einer 16:15-Führung ging.

Nach 40 Minuten wechselte dann erstmals die Führung, als Michael Hrbkova die Grün-Weißen, die mit aller Kraft den drohenden Relegationsplatz vermeiden wollen, erstmals in Front warf. Anschließend wogte die Partie und somit die Führung hin und her.

„Als Göppingen zum 23:22 in der 50.Minute traf, hatte ich kurz ein Déjà-vu zur Partie vom letzten Samstag in Buchholz, da sich erneut zu viele technische Fehler in unser Spiel eingeschlichen hatten“, so Schwarzwald, der dann Vanessa Fehr zwischen die Torpfosten beorderte und damit ein drohendes Abreißen verhinderte.

„Wir haben uns diesmal vom Rückstand nicht beeindrucken lassen und Vanessa hatte einige sehr gute Aktionen, die uns enorm geholfen haben. So bin ich insgesamt mit dem Punkt nach einer harten Woche mit enormer Belastung zufrieden. Wir haben uns gegenüber den Partien in Buchholz und gegen Ketsch klar gesteigert“, resümierte Schwarzwald, der mit seinem Team nun auf dem 9. Tabellenrang bei 27:27-Punkten rangiert.

Weiter geht es am kommenden Samstag, wenn sich der Tabellensiebte VfL Oldenburg zum Bundesliga-Klassiker in der Ostermann Arena vorstellt.

 

Die Spielstatistik:

Fisch Auf! Göppingen – TSV Bayer 04 Leverkusen 26:26 (15:16)

Göppingen: Bocka, Kaminska, Lengyel; Brugger (3), Wolf (2), Frey (1), Ioneac, Hrbkova (9/3), Anjic (4), Morf-Bachmann (2), Tinti, Marcikova, Ehmann (2), Watzi, Krhlikar (3), Welter; Trainer: Nico Kiener.

Leverkusen: Fehr, Graovac; Thomaier (5), Teusch, Zschocke (4), Kämpf (2), Polsz (1), Lopes (8), Huber (6/4), Cormann, Flohr, Krüger; Trainer: Martin Schwarzwald.

SR: Heine/Standke (Wendeburg/Göttingen). – Z: keine. – Zeitstrafen: 0:4 Minuten (Kämpf, Lopes). – Siebenmeter: 4/3:5/4 (Wolf scheitert an Graovac/2. – Huber über das Tor/41.). – Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (2.), 1:4 (4.), 2:4 (6.), 2:6 (8.), 5:6 (11.), 5:7 (12.), 6:7 (13.), 6:8 (14.), 7:8 (14.), 7:9 (16.), 9:9 (19.), 9:10 (19.), 10:11 (21.), 11:12 (24.), 11:13 (24.), 12:13 (25.), 13:14 (27.), 15:15 (28.), 15:16 (30.) – 15:17 (33.), 16:17 (33.), 17:17 (36.), 17:18 (37.), 19:18 (40.), 19:20 (44.), 20:21 (47.), 21:21 (48.), 23:22 (50.), 23:24 (52.), 24:24 (52.), 25:25 (56.), 25:26 (57.), 26:26 (59./EN).

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