Patrick Kuhs, schulpolitischer Sprecher der Linksfraktion (Foto: privat)
Anzeige

Kamp-Lintfort. Die Stadtverwaltung plant für neun Spielplatzstandorte eine neue Nutzung. Die LINKE im Stadtrat möchte dazu mehr Fakten schaffen.

Nach Willen der Stadtverwaltung und SPD Mehrheitsfraktion werden neun Spielplatzstandorte zurückgebaut um diese zu veräußern. Der Verkauf soll laut Planung rund drei Millionen Euro einbringen.

„Für uns ist es nicht leicht einfach zu sagen, es werden Spielplätze und öffentlicher Raum für die Bürgerinnen und Bürger aufgegeben, um den städtischen Haushalt zu sanieren. Man sollte eher den Fokus auf Familienfreundlichkeit und Umwelt achten“, so Patrick Kuhs, bildungspolitischer Sprecher zur Thematik.

In erster Linie möchte die Linksfraktion einzeln für jeden Standort grundlegende Fakten wissen, um einerseits die Verwaltung zu verstehen, aber andererseits auch ein eigenes Konzept erarbeiten zu können. Denn nur eine pauschale Zahl von drei Millionen Euro als Einnahme sind zu wenig.

„Wir möchten explizit für jeden Standort wissen, was die Verwaltung laut der Drucksache dort geplant hat, welche Einnahmen kalkuliert wurden und ob Alternativen zum Verkauf gesucht wurden“, meint Kuhs weiter.

Des Weiteren hat die Linksfraktion ein eigenes Konzept in Arbeit, was nächste Woche eingereicht werden soll. Dieses soll eine gesunde Mischung aus neuer Nutzung, Grünerhaltung und auch Erhaltung von Spielplatzstandorten beinhalten.

„Einen generellen Verkauf der Spielplatzstandorte wird es mit unserer Fraktion nicht geben, dafür ist uns ein einfacher Verkauf nicht weitsichtig genug und in die Zukunft gedacht. Gespräche mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort geben uns eindeutig recht. An einem Standort werden sogar Unterschriften für den Erhalt eines Spielplatzes gesammelt. Das gibt uns Mut für diese Thematik eine klare Alternative zu bieten“, so abschließend Patrick Kuhs.

Beitrag drucken
Anzeigen