Kirsten Eidenmüller von evangelischer Seite (links) und Sabine Rohstock von städtischer Seite bereiten die Impfaktion für Wohnungs- und Obdachlose in der Bergerkirche vor (Foto: evdus Christiane Otte)

Düsseldorf. Bergerkirche in der Düsseldorfer Altstadt wird Impfstelle für Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben

Eine Impfung gegen Covid-19 können Menschen ohne Obdach am Mittwoch, 19. Mai, und am Freitag, 21. Mai, jeweils von 11 bis 14 Uhr in der Bergerkirche, Berger Straße 18 b, erhalten. Die Impfaktion mit dem nur einmal zu verimpfenden Vakzin der Firma Johnson & Johnson organisiert die Evangelische Kirche in Düsseldorf im Verbund mit der Diakonie Düsseldorf, der Landeshauptstadt und der Düsseldorfer Feuerwehr.

Das Amt für Migration und Integration ist auf den Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf zugegangen, um den Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, die Bergerkirche als zentral gelegenen Impfstelle anbieten zu können.

Hintergrund ist der 17. Erlass zur Impfung der Bevölkerung gegen Covid-19 vom 20. April 2021. Dieser regelt die aufsuchende Impfung in Einrichtungen der Wohnungs- und Obdachlosehilfe, beispielsweise in Tagestätten, Notschlafstellen und stationären Einrichtungen.

„Nicht alle Wohnungs- und Obdachlosen in der Landeshauptstadt nutzen die Angebote dieser Einrichtungen, sondern werden vor allem über die Straßensozialarbeit erreicht“, weiß Sabine Rohstock. Sie ist Sachgebietsleiterin für den Bereich Beratung und Hilfen für Obdachlose des Amtes für Migration und Integration der Stadt Düsseldorf und koordiniert das neue Impfangebot. „Streetworker:innen haben jeden Tag Kontakt zu den Menschen. Sie werden sie dazu motivieren, an einem der beiden Tage zur Bergerkirche zu kommen und sie vor Ort dabei unterstützen, die notwendigen Formalitäten zu erfüllen“, so Rostock.

Für den reibungslosen Ablauf der Impfaktion in der Bergerkirche sorgt von evangelischer Seite Kirsten Eidenmüller. Als Ansprechpartnerin für die Bergerkirche zeigte sie sich von dem Vorschlag, die Kirche zu einem Impf-Ort zu machen, sofort begeistert: „Wir freuen uns, mit der Bergerkirche einen Raum zu haben, der ausreichend Platz bietet, und für eine solche Impfaktion gut erreichbar ist.“ Eidenmüller ist Gemeindesekretärin an der Neanderkirche in der Altstadt, wo auch wöchentlich eine ärztliche Sprechstunde für Obdachlose im Gemeindehaus angeboten wird. „Als Kirche können wir so für die Menschen da sein. Und die Bergerkirche ist nicht nur optimal zentral gelegen, sie ist auch ein Ort, der durch die zurückgezogene Lage Vertrauen schafft.“

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