Förderbescheidübergabe in 2017 – V.l.n.r: Jens Spanjer (Stiftung Schloss Dyck), Ansgar Heveling MdB, Harald Zillikens (Bürgermeister Stadt Jüchen) (Foto: privat)
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Jüchen. Die Stiftung Schloss Dyck darf sich über Fördermittel in Höhe von 400.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm X freuen. Der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling (CDU) hatte zuvor für das Projekt geworben. „Schloss Dyck zählt zu den bedeutsamsten Wasserschlössern des Rheinlandes“, so Heveling, „umso mehr freue ich mich, dass der Antrag aus meinem Wahlkreis bewilligt wurde!“

Mit dem Geld soll der Gebäudekomplex des Wirtschaftshofes kernsaniert werden. Dieser war bislang kein Bestandteil früherer Fördermaßnahmen und befindet sich inzwischen in einem kritischen Zustand. Dabei wird besonders auf eine denkmalgerechte Sanierung der verschiedenen Bauteile aus dem 17. und 18. Jahrhundert wertgelegt. Die spätere Nutzung soll durchaus der eines Wirtschaftshofes entsprechen. Restaurierungswerkstätten, Lagerflächen und eine neue regenerative Heiztechnik sind ebenso enthalten, wie ein altes Obstlager, welches zukünftig als Veranstaltungs- und Ausstellungsfläche genutzt werden soll. Mit einem klaren Bezug zum Gebäude soll den Besucherinnen und Besuchern hier unter anderem der kulturhistorisch bedeutende Obstbau von Schloss Dyck des 19. Jahrhunderts vermittelt werden.

Die Fördermittel sind für die Stiftung Schloss Dyck besonders wichtig, da sie die fast 80 ha große Anlage ohne laufende öffentliche Zuschüsse betreibt. Mit etwa 300.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr ist die Parkanlage Schloss Dyck ein Publikumsmagnet in der Region.

 

Hintergrund:

Die Zuwendungen aus den Denkmalschutz-Sonderprogrammen des Bundes leisten regelmäßig einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der deutschen Kulturlandschaft. Im Rahmen von bisher neun Sonderprogrammen zwischen 2007 und 2021 hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien insgesamt etwa 330 Millionen Euro investiert. Mit den Mitteln werden Maßnahmen unterstützt, die der Substanzerhaltung und Restaurierung im Sinne der Denkmalpflege dienen. Bislang hat der Bund die Sanierungsarbeiten an fast 2100 Denkmälern und historischen Orgeln gefördert. 2021 wurden Mittel in Höhe von 70 Millionen Euro für das zehnte Denkmalschutz-Sonderprogramm bereitgestellt. Damit werden bundesweit insgesamt 319 Projekte gefördert.

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