Der Vorsitzende der Fischelner FDP, Dr. Norbert Ullrich (Foto: privat)

Krefeld. Die Stadt Krefeld bietet derzeit an der Kimplerstraße in Fischeln ein Grundstück zum Kauf an. Der Verkauf erfolgt im Bieterverfahren. Dabei gibt die Stadt Krefeld für das 445 Quadratmeter große Grundstück eine Preiserwartung von 320.400 Euro an. Aus Sicht der Fischelner FDP ist das pikant, denn bei einem aktuellen Bodenrichtwert von etwas über 400 Euro pro Quadratmeter in Fischeln sei hier eigentlich von einem üblichen Verkaufspreis von nicht wesentlich mehr als 180.000 Euro auszugehen. Gleichzeitig erhöht die Stadt Krefeld bei Verkäufen von Hausgrundstücken in der zwischen Fischeln und Oppum gelegenen Donksiedlung die Erbpacht um ein Vielfaches.

Anlässlich dieser Preisgestaltung kritisiert die Fischelner FDP die Krefelder Stadtverwaltung: „Viele Fischelner Familien warten schon lange darauf, ein Baugrundstück in Fischeln kaufen zu können. Obwohl das Baugebiet Fischeln-Südwest seit Jahren in Planung ist, hat die Stadt Krefeld immer noch nicht dafür gesorgt, dass dort endlich gebaut werden kann. Nun will die Stadt den Mangel an Baugrundstücken in Fischeln zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen und Grundstücke teuer verkaufen. Das ist unfair“, meint der Vorsitzende der Fischelner FDP, Norbert Ullrich.

Mit Blick auf das Grundstück an der Kimplerstraße, aber auch die demnächst ebenfalls zum Verkauf stehenden Grundstücke am Krützboomweg schlägt Ullrich vor: „Die Stadt Krefeld sollte nicht die Grundstückspreise hochtreiben, sondern auch normal verdienenden Fischelner Familien eine echte Chance geben, sich bald ihren Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Es muss zudem endlich eine realistische Zeitschiene angegeben werden, wann in Fischeln-Südwest und Plankerheide gebaut werden darf.“

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