Vereinspräsident Lothar Höveler und Gestalterin Christiane Kuhn-Haarhoff stellten das neue Ampelmännchen an der Wöhlerstraße vor (Foto: Stadt Leverkusen)

Leverkusen. Ja, bist du jeck!? Das werden sich manche Passanten denken, die seit Donnerstag an der Wöhlerstraße unterwegs sind. An den Fußgängerampeln auf Höhe des Kaufhofs leuchten nun Figuren mit Fliege und Narrenkappe – ein Funke in rot und grün. Nach dem Toripolliisi in Schlebusch gibt es damit nun auch in Wiesdorf ein besonderes Ampelmännchen – mit großem Lokalbezug. Die hinsichtlich der Mitgliederzahl größte Karnevalsgesellschaft der Stadt wurde im Oktober 1910 in der Gaststätte „Wacht am Rhein“ gegründet. Anlässlich des 111. Geburtstages stellt die Karnevalsgesellschaft 1910 e.V. Rote Funken derzeit den Prinzen, dessen Regentschaft erstmalig über zwei Sessionen gehen wird, da die abgelaufene pandemiebedingt letztendlich nicht wirklich stattfinden konnte.

Aufgrund des urkarnevalistischen Jubiläums werden auch verschiedene Aktionen umgesetzt. Im Rahmen eines Gesprächstermins bei Oberbürgermeister Richrath hatten Vertreter der Roten Funken seinerzeit mehrere Anliegen und Ideen vorgebracht. Eine der vom Verein selbst finanzierten Maßnahmen ist die Gestaltung einer Ampel mit karnevalistischen Motiven – kreiert von der Werbeagentur Haarhoff aus Leverkusen. Oberbürgermeister Richrath begrüßte das Vorhaben, sein Büro unterstützte beim Genehmigungsverfahren. „Die Umsetzung der Installation haben wir seitens der Stadt Leverkusen anlässlich des Jubiläums der Roten Funken gern übernommen. Dies sehe ich auch als kleines Dankeschön an den langjährig bestehenden Verein für sein gesellschaftliches, kulturelles und auch soziales Engagement. Gerade in der aktuellen Coronazeit, die das Vereinsleben stark einschränkt, ist das ein tolles Zeichen. Es ist bemerkenswert, wie kreativ die Vereine sind und das Beste aus der Situation machen. Wenn die Stadt unterstützen kann, machen wir das natürlich sehr gerne“, so Uwe Richrath.

Lothar Höveler, Präsident der KG Rote Funken, zeigt sich stellvertretend für alle Mitglieder sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir diese Aktion umsetzen konnten und danken der Stadtverwaltung und insbesondere dem Oberbürgermeister und seinen Mitarbeitern für das Entgegenkommen. Wir möchten auch während der Corona-Pandemie zeigen, dass wir als Karnevalsgesellschaft aktiv sind. Wir möchten den Menschen Freude bereiten, uns gesellschaftlich einbringen und im Stadtbild auch Spuren hinterlassen.“ An der Wöhlerstraße ist das gelungen – dort regeln die Funken nun den Fußgängerverkehr.

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