Andreas Roschlau vom Amt für Jugendarbeit der EKiR (rechts) überreicht die Auszeichnung "Faires Jugendhaus" an einen Teil des Fairtrade-Teams um Jugendleiterin Ariane Drieskes (Mitte) (Foto: Furchheim)
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Krefeld. “Faires Jugendhaus” – dieses Label darf die Evangelische Kirchengemeinde Hüls seit Pfingstmontag führen. Das Zertifikat wurde dem “Faires Jugendhaus”-Team im Gottesdienst an der Ökumenischen Begegnungsstätte durch Andreas Roschlau vom Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) überreicht. Die Kampagne “Faires Jugendhaus” ist ein Projekt, das die Evangelischen Jugend im Rheinland im Frühjahr 2017 mit der Zertifizierung von zwei Einrichtungen begonnen hat.  24 Jugendeinrichtungen sind es inzwischen, zwischen 40 und 50 werden in den nächsten 12 bis 15 Monaten hinzukommen.

“Die Kampagne ist sehr gut angekommen”, sagte Andreas Roschlau. “Das hätte ich so nicht erwartet zu Anfang.” Mit dieser Kampagne will die Evangelische Jugend Kinder und Jugendliche dafür begeistern, sich mit dem Thema Fairer Handel und weltweite Gerechtigkeit zu beschäftigen und selbst aktiv zu werden. Sie bietet die Möglichkeit, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und nachhaltig Verantwortung zu übernehmen.

Das Team “Faires Jugendhaus” um Jugendleiterin Ariane Drieskes hat trotz Pandemie zwei Aktionen zum Fairen Handel durchführen können. Diese sind eines von fünf Kriterien zur Zertifizierung. “Alles Banane” lautete der Titel der Aktion zu Erntedank, in der Kinderbibelwoche im Herbst drehte sich alles rund um Schokolade: “Interessiert mich (nicht) die Bohne”. Nach diesen beiden Aktionen zu fairer Banane und Schokolade, sollen nach den Sommerferien viele weitere folgen. Etwa ein faires Frühstück, oder faires Backen. Die Gemeinde nutzt selbstverständlich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Zucker und Orangensaft. Die Verwendung  von Produkten aus fairem Handel ist ein zweites Kriterium für die Auszeichnung. Zu Beginn stand ein Fairtrade-Team, das sich aus Haupt- und Ehrenamtlichen zusammensetzt und partizipativ aus Jugendlichen und Erwachsenen. Sie überlegen sich, wie sie das Thema in ihrer Gemeinde umsetzen wollen und bringen das Thema Fairtrade und die Aktionen dazu in die Medien. Auch im fünften Kriterium für das Label, der Nachhaltigkeit sind die Hülser mit ihren Gottesdiensten zum Thema aktiv.  “Hier hat mir besonders gut gefallen, dass wirklich die Jugendlichen das selber vorangetrieben haben”, betonte Andreas Roschlau nach der Übergabe der Auszeichnung.
In der Kirchengemeinde Hüls hat das Thema des Fairen Handels bereits lange Traditon. Seit gut 40 Jahren setzt sich die Kirchengemeinde für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein.

Die Jugend der Kirchengemeinde Hüls ist die erste Einrichtung in Krefeld, die dieses Zertifikat erhält. Die zweite im Evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen. Seit Herbst 2019 trägt diese Auszeichnung bereits das Neersener Gemeindezentrum der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde Willich. Bis 2022 wollen alle Jugendeinrichtungen im Kirchenkreis folgen.

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