v.l. Dirk Unsenos, Geschäftsführer der Firma ISIS IC, und Bernd Reuther MdB (Foto: privat)
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Wesel. Die entwickelten Corona-Ampeln des Unternehmens stellen Normalität in Aussicht

Einen Weg zurück in die Normalität. Ein Alltagsleben ohne Einschränkungen. Genau das will die ISIS IC GmbH in Wesel mit ihren CO2-Ampeln erreichen. Der Weseler Bundestagsabgeordnete Bernd Reuther hält die Erfindung für einen innovativen Ansatz, der Pandemie entgegen zu treten und trifft den Geschäftsführer des Herstellers Dirk Unsenos zu einem Gespräch.

Ursprünglich nur auf Funktechnik spezialisiert, gründete sich 1999 die Firma ISIS IC. Mittlerweile deckt das Unternehmen ein breites Entwicklungsspektrum ab. Ziel: Assistenzsysteme erschaffen, die das Alltagsleben erleichtern. So entwickelte ISIS in der Vergangenheit den „HELIA“ Despenser, um alleinwohnende Senioren bei der täglichen Medikamenteneinnahme zu unterstützen. Schon länger arbeitete die Firma nun an der Idee eines „Gesunden Klassenzimmers“. Die Corona-Pandemie brachte das Unternehmen dazu, die Überlegungen zu konkretisieren, um auch hier ein System zu schaffen, das den Menschen Sicherheit und Vertrauen verleihen kann. Letztendlich resultierte aus der Idee und der Notwendigkeit, das Infektionsrisiko zu minimieren, die „Conny“: eine CO2 Ampel, die einen zeitnahen Lüftungshinweis bei einer zu hohen CO2- und Aerosolenbelastung abgibt.

Der Weseler FDP-Politiker Bernd Reuther sieht in den Ampeln ein maßgebliches Mittel, um Präsenzveranstaltungen oder Veranstaltung in Innenräumen zu ermöglichen. Damit könnte man nicht nur dem Homeschooling ein Ende setzen, sondern auch wieder durch Öffnungen in Innenräumen die Wirtschaft ankurbeln. Bereits einige Schulen im Kreis Wesel griffen auf diesen Lösungsweg zurück, um Schülern normalen Unterricht zu ermöglichen – sofern die Landesverordnung Präsenzunterricht vorschreibt. Durch bemessene Lüftungshinweise braucht es kein ununterbrochenes Lüften und der dabei entstehende Energieverbrauch kann eingespart werden.

Auch andere Institutionen wie die Hamburger Staatsoper und ein Berliner Theater statteten sich mit den Corona-Helfern aus Wesel aus.

Bernd Reuther sieht in den Ampeln eine Perspektive, wie das Alltagsleben sicherer und ohne Einschränkungen ermöglicht werden kann, und ruft Schulen und andere Einrichtungen dazu auf, sich ebenfalls mit „Conny“ zu beschäftigen.

„Man sieht hier wieder deutlich, dass Innovationen in Deutschland in großen Teilen durch unseren Mittelstand entstehen“, meint Reuther. Dies zeige wie wichtig die richtigen Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen sind. Die Corona-Pandemie habe einen Entwicklungsschub in der Digitalisierung gebracht. Diesen Schub braucht Deutschland, damit die vielen Betriebe auch künftig noch konkurrenzfähig und innovativ wirtschaften können und Arbeitsplätze erhalten oder schaffen, resümiert Reuther, der seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages ist und in diesem Jahr wieder im Wahlkreis Wesel I zur Bundestagswahl antritt.

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