Kathrin Helling-Plahr MdB (Foto: privat)

Mönchengladbach. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im letzten Jahr ist die Debatte über eine Neu-Regelung des Sterbehilferechts wieder entfacht. Der FDP-Kreisverband Mönchengladbach hat sich dieses sensiblen Themas angenommen im dritten Live&Liberal: „Mein Recht auf Leben, mein Recht auf Tod – Ich geh‘ wann ich will!“. Alle Mitglieder und Interessierte sind eingeladen zum Vortrag mit anschließender Diskussion am 09. Juni ab 19.00 Uhr, https://youtu.be/A2EnUVfsKIg

Als Referentin konnte Kathrin Helling-Plahr gewonnen werden, FDP-Bundestagsabgeordnete und Rechtsanwältin. Als Mitglied in verschiedenen Ausschüssen, u. a. Gesundheit, Recht, Verbraucherschutz, arbeitete sie am Entwurf eines liberalen Gesetzes mit. Dieser verschafft allen Beteiligten Rechtssicherheit, und erreicht für die Betroffenen den Zugang zu Medikamenten zur Selbsttötung.

„Ich freue mich sehr, dass unser ehemaliger Kreisvorsitzender Jörg Buer die Moderation übernehmen wird“, erklärt Andreas Terhaag, FDP-Kreisvorsitzender. Jörg Buer ergänzt: „Als Mediziner habe ich den hippokratischen Eid geschworen und folge der ärztlichen Ethik. Ich bin der Meinung, dass wir auch bei schwierigen gesundheitlichen Lebensumständen den Menschen Lösungen bieten sollten, aber es gibt auch Ausnahmen.“

Im letzten Jahr stellten die Bundesverfassungsrichter nach intensiver Prüfung klar, dass das Grundrecht auf ein selbstbestimmtes Leben im Gesetz verankert sein muss. In ihrem Urteil erklärten sie den entsprechenden § 217 des Strafgesetzbuches für verfassungswidrig. Dieser stellt die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe.

Beitrag drucken
Anzeigen