Für Ratsfrau Britta Preuße (r.) wird Mona Bergs nachrücken (Foto: tobi holzweiler)

Grevenbroich. In der Ratssitzung am 10. Juni wird Mona Bergs als neues Ratsmitglied für die SPD-Fraktion vereidigt. Sie rückt über die Liste nach, weil Ratsfrau Britta Preuße aus Laach und Neu-Elfgen ihr Amt niederlegt. Preuße begründet ihr vorzeitiges Ausscheiden aus dem Stadtrat mit einem beruflichen Neustart.

Das Leben verläuft nicht immer gradlinig, was ich auch durch den Tod meines Mannes schmerzlich erfahren musste“, sagt die parteilose Ratsfrau Britta Preuße, die für die SPD bei der Kommunalwahl angetreten war, „und so war 2020 auch in beruflicher Hinsicht nicht so günstig für mich. Die Coronapandemie hat mir in der Planung einen Coworking-Space zu eröffnen, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun will ich mich beruflich neu orientieren und habe dazu ein Studium angefangen. Da ich mich auf den beruflichen Neustart konzentrieren muss, fehlt mir die Zeit dem wichtigen Ehrenamt im Stadtrat genügend Aufmerksamkeit zu schenken.“

Doch Preußes Nachfolgerin Mona Bergs steht schon in den Startlöchern und ist bereit die Aufgaben zu übernehmen. Sie war bei der Kommunalwahl in Kapellen und Vierwinden angetreten und schon als sachkundige Bürgerin Teil der SPD-Fraktion. Ihre Themenfelder liegen vor allem im Bereich Schule und Sport, so wird sie die Fraktion im Schulausschuss als Sprecherin vertreten und einen Platz im Sportausschuss übernehmen. Darüber hinaus wird sie im Umweltausschuss vertreten sein. „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben als Ratsfrau, auch wenn es natürlich schade ist, dass Britta nach so kurzer Zeit unsere Fraktion verlässt“, so Bergs, „gute Schulpolitik ist mir sehr wichtig, ich habe mich in den letzten vier Jahren sowohl in der Klassen- als auch in der Schulpflegschaft für die Belange der Schüler eingesetzt. Sport hat eine große Bedeutung für unsere Gesellschaft, was sich auch gerade in der Pandemie gezeigt hat. Als Übungsleiterin beim TV Jahn Kapellen habe ich einen guten Einblick in die Bedürfnisse der Teilnehmer und Vereine und freue mich darauf die Interessen des Sports nun auch kommunalpolitisch vertreten zu können.“

Auch der Fraktionsvorsitzende Daniel Rinkert freut sich auf die in Zukunft noch engere Zusammenarbeit mit Mona Bergs: „Mona war schon in den vergangenen Monaten ein Aktivposten innerhalb der Partei und der Fraktion. Daher freuen wir uns sehr darauf sie nun auch als Ratsmitglied in unsere Reihen aufnehmen zu können. Auf der anderen Seite bedaure ich natürlich das Ausscheiden von Britta Preuße. Gerade im Hinblick auf die Innenstadtentwicklung und die Zukunft der Arbeit konnte sie der Fraktion viele Impulse mitgeben.“ Zum Wechsel nur wenige Monate nach der Kommunalwahl erklärt Rinkert: „Im Zuge der Kandidatenaufstellung zur Kommunalwahl war es uns wichtig möglichst viele Perspektiven mit einzubinden. Daher haben wir uns auch außerhalb der SPD nach Menschen umgesehen, die sich politisch engagieren wollen. Dann müssen wir aber auch Verständnis dafür haben, dass der Einstieg in die Kommunalpolitik doch anders läuft als geplant. Britta muss den Fokus aus persönlichen Gründen nun doch auf andere Dinge legen und das ist auch in Ordnung. Das Ratsmandat ist und bleibt schließlich ein Ehrenamt.“

Zum Abschluss ihrer Tätigkeit in diesem Ehrenamt resümiert Preuße: „Für mich war es eine kurze aber sehr spannende Erfahrung in der Kommunalpolitik. Ich möchte mich außerhalb des Rates weiter mit kreativen Ideen ins Stadtgeschehen einbringen und bleibe auch der SPD freundschaftlich verbunden. Ich wünsche meiner Nachfolgerin Mona Bergs sowie der gesamten Fraktion, aber auch

allen anderen Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat weiterhin viel Erfolg bei ihrer wichtigen Arbeit für Grevenbroich. Zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei allen Menschen in Laach und Neu-Elfgen bedanken, die mir bei der Kommunalwahl ihr Vertrauen geschenkt haben. Durch die vielen Gespräche im Wahlkampf habe ich mich nach meinem Umzug zurück nach Grevenbroich direkt wieder heimisch gefühlt. Und ich bin ja auch nicht aus der Welt, sondern bleibe weiterhin ansprechbar für die wichtigen Anliegen der Nachbarinnen und Nachbarn in Laach und Neu-Elfgen!“

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