Huddle der Assindia Cardinals (Foto: Roland Schicho)

Essen. Zuversichtlich aber mit großen Fragezeichen gehen die Assindia Cardinals ins erste Spiel der neuen Zweitligasaison. Am Sonntag um 15 Uhr treffen die „Men in Blue“ zu Hause im Sportpark am Hallo auf die Solingen Paladins.

Der Gegner ist seit mehreren Jahren Mitglied der GFL2 und hat sich dabei immer als solides Mittelfeldteam präsentiert. In diesem Jahr treten die Paladins mit einem relativ jungen, aber hochgradig motivierten Team an. Der letzte Vergleich der beiden Teams liegt sechs Jahre zurück. Damals gewannen die Cardinals mit 33:7.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und uns so gut vorbereitet wie es eben ging“, bilanziert Head Coach Bernd Janzen die „extrem kurze Vorbereitung“. Offense Coordinator Florian „TicTac“ Hartmann spricht gar von einer „Wundertüte“: „Wir haben kein aktuelles Videomaterial von den anderen Teams, die haben kein aussagekräftiges Videomaterial von uns. Wir wissen alle nichts über die einzelnen Gegner.“

Dass die Footballer aus Essen lediglich sieben Wochen Zeit hatten, um sich spielbereit zu machen, ist Fluch und Segen zugleich. „Jeder hier im Team ist heiß. Die Jungs brennen darauf am Sonntag endlich wieder aufs Feld zu kommen und unter Wettkampfbedingungen spielen zu können“, sagt Hartmann.

Defense Coordinator Klaudiusz Cholewinski gibt das Versprechen „keine halben Sachen“ machen zu wollen: „Ich bin hier, um mit meiner Unit eine erfolgreiche Defense zu spielen. Wer nur die Hälfte geben will, findet in mir keinen Freund“, betont er. „Das haben Fans und Sponsoren einfach verdient, weil sie uns trotz der pandemiebedingten Pause immer unterstützt haben.“

Dass die sieben Wochen nicht reichen, um von Null auf Hundert zu kommen, bereitet Head Coach Janzen auf der anderen Seite aber „schon einige Sorgen“. „Eine so kurze Vorbereitung gibt es sonst nur bei der Nationalmannschaft. Und da kommen die Spieler topfit und austrainiert hin und nicht nach einer mehr als anderthalb-jährigen Pause. „Der Kraftraum war leider komplett zu und wir wissen alle: jedes Gramm an Muskeln schützt vor Verletzungen. Ich hoffe, dass wir möglichst glimpflich durch die Saison kommen und keine schweren Verletzungen dabeihaben.“

Dass der Home Opener ohne Zuschauer stattfindet, ist für den Aufsteiger aus dem Ruhrgebiet doppelt bitter. „Eine volle Hütte gibt in den entscheidenden Momenten noch mal richtig Kraft. Das wird uns total fehlen“, befindet Head Coach Janzen.

Immerhin können die Fans die Partie am Sonntag um 15 Uhr im Livestream verfolgen: über www.live.gfl.info. Darüber freut sich Defense Coordinator Klaudiusz Cholewinski besonders: „Wir sind bereit den Zuschauern eine defensive Show zu anzubieten. Es wird sich lohnen zuzuschauen, das garantiere ich.“

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