Carola Ponzelar-Reuters (Foto: CDU-Krefeld)

Krefeld. Die Kreisvorsitzende der Krefelder Frauen Union, Carola Ponzelar-Reuters, hat die Stadtverwaltung aufgefordert, die Einrichtung einer separaten Obdachlosenunterkunft für Frauen verbindlich zuzusagen. Gerade obdachlose Frauen gehörten „zu den verletzlichsten Gliedern unserer Gesellschaft“ und müssten „vor Nachstellung und Gewalt konsequent geschützt werden“. Hintergrund der Äußerungen von Ponzelar-Reuters sind die Planungen der Verwaltung zum Projekt „Obdach Krefeld“, einer auf Dauer angelegten Obdachlosenunterkunft an der Feldstraße.

Die Kreisvorsitzende der Frauen Union betonte, zwar habe Sozialdezernentin Sabine Lauxen „die Verwaltungsvorlage auf Druck von Anwohnern und aus der Politik an einigen Stellen nachgebessert“, doch bleibe sie „gerade mit Blick auf den Schutz von Frauen immer noch viel zu unpräzise“. So heißt es in dem Beratungstext, der dem Sozialausschuss für den 8. Juni zur Abstimmung vorliegt, es solle „innerhalb der Einrichtung auf der Feldstraße unter Berücksichtigung der baulichen Gegebenheiten eine klare Trennung der Unterbringung von Frauen und Männern“ vorgenommen werden. Ponzelar-Reuters sagte hierzu, „alle Praktiker“, mit denen sie gesprochen habe, hielten „die Schaffung sicherer Schutzräume an ein- und demselben Standort für unrealistisch.“

Weiter heißt es in der Vorlage, „darüber hinaus“ prüfe „die Verwaltung, ob eine eigenständige Obdachlosenunterkunft für Frauen an anderer Stelle im Stadtgebiet realisierbar ist“. Hierzu die Kreisvorsitzende der Frauen Union: „Ein solcher allgemeiner Prüfauftrag ist viel zu wenig! Am Ende fällt die Prüfung negativ aus, und dann gibt es keine Handhabe mehr, um die dauerhafte Unterbringung von obdachlosen Frauen an der Feldstraße zu unterbinden“.

Ponzelar-Reuters rief zu „Frauensolidarität im Rat“ beim Abstimmungsverhalten über die Vorlage auf: „Nach meinem Verständnis ist das Konzept der Verwaltung so lange nicht zustimmungsfähig, wie nicht eine klare Zusage zu einer zeitnahen und auf Dauer angelegten separaten Unterbringung von Frauen im Beschlussentwurf drinsteht.“

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