Zuschuss für die Radstationen: Kreisdirektor Dirk Brügge (rechts) und Marc Inderfurth (vorne links), der stellvertretende Vorstand des katholischen Caritasverbands mit Reinhard Berto (hinten links) und Heinz Ammertmann (hinten rechts) (Foto: D. Staniek/Rhein-Kreis Neuss)

Rhein-Kreis Neuss. Der Rhein-Kreis Neuss unterstützt die Radstationen, die die Caritas in Neuss, Grevenbroich und Dormagen betreibt. Kreisdirektor Dirk Brügge übergab jetzt einen Zuschussbescheid zu den Betriebskosten von rund 42 000 Euro an Marc Inderfurth, den stellvertretenden Vorstand des katholischen Wohlfahrtsverbands. „Mit der Förderung schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Erstens bekommen Arbeitslose in den Radstationen eine gute Chance auf ein geregeltes Berufsleben, und zweitens erhält die steigende Zahl der Radfahrer dort einen prima Service“, so Brügge.

Im Jahr 2012 hatten der Kreis, das Jobcenter und die jeweiligen Städte in Zusammenarbeit mit der Caritas das Arbeits- und Beschäftigungsprojekt „Radstationen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, dem vielschichtigen individuellen Entwicklungsbedarf langzeitarbeitsloser Menschen mit flexiblen Förderinstrumenten Rechnung zu tragen. Das Angebot richtet sich an Erwachsene, die Unterstützung benötigen und voraussichtlich nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate in den ersten Arbeitsmarkt (re-) integriert werden können.

In den drei Radstationen der Caritas-Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH wird den Teilnehmern, die häufig auch von sozialer Ausgrenzung betroffen sind, die Möglichkeit geboten, durch eine Tagesstruktur am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, Kontakte zu knüpfen und bereits vorhandene Fähig- und Fertigkeiten auszubauen. Insgesamt stehen 20 Plätze zur Verfügung.

Der Zuschuss des Rhein-Kreises Neuss dient der Finanzierung einer Koordinatoren-Stelle, dessen Aufgabe in der Synchronisation und Verknüpfung der Angebote der Stationen und der umliegenden Netzwerke besteht. Das Projekt wird aus Mitteln des Sozialen Handlungskonzepts des Kreises für das Jahr 2021 gefördert. Dieses Handlungskonzept umfasst eine Summe von insgesamt 570 000 Euro.

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