(Foto: privat)
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Dinslaken. Am Mittwoch, den 02. Juni 2021 fand unter Leitung der Bürgermeisterin Michaela Eislöffel das gemeinsame Gespräch zwischen dem SuS 09 Dinslaken e.V. und der Stadt Dinslaken per Videokonferenz statt. Im März dieses Jahres hatte die Stadt Dinslaken die für 4 Millionen Euro sanierte und nun hochmoderne Bezirkssportanlage Voerder Straße an den SuS 09 übergeben. Seitdem kann die Anlage für den Vereinssport genutzt werden. Ein paar Dinge bleiben aber noch zu tun. Gegenstand des Gesprächs war unter anderem das weitere Vorgehen zur Werferwiese und den Nutzungszeiten:

Bei der Frage der Nutzungszeiten nimmt der SuS 09 dabei das Angebot der Stadt an, auf Grundlage der aktuellen Vereinsforderungen eine neue Wunschbelegung zusammenzustellen. Diese wird dann durch den Verein geprüft und bei Bedarf korrigiert. Im Auftrag der Stadt berechnet daraufhin ein schalltechnisches Büro die entstehenden Lärmimmissionen. Die Stadt betont jedoch, dass schon die aktuellen Betriebszeiten nur knapp genehmigt werden konnten und dass der Sportlärm bei einer erweiterten Belegung die Richtwerte voraussichtlich überschreiten wird. Diese Überschreitungen müssten dann durch die Stadt in Abstimmung mit dem Verein durch abzuwägende Gegenmaßnahmen minimiert und durch das Büro neu berechnet werden. Das Ergebnis würde dem Kreis Wesel als Untere Immissionsschutzbehörde zur Genehmigung vorgelegt und die Nutzungsordnung je nach Entscheidung angepasst werden.

Ebenfalls wurden im Gespräch am 2. Juni der aktuelle Stand sowie das weitere Vorgehen zur Werferwiese erörtert:

Hier sind noch Nacharbeiten (Absammeln von Unrat und großen Steinen, Nachsaat) durch die ausführende Firma erforderlich. Darüber hinaus sollen Punktdrainagen zur besseren Entwässerung eingebaut werden und es soll Oberboden an ausgespülten Stellen angedeckt werden. Die baulichen Eingriffe können allerdings erst bei geschlossener Grasnarbe und gleichzeitig trockenen, komplett standfesten Bodenverhältnissen ausgeführt werden, um die Flächen bei Überfahrten nicht zu stark zu beschädigen. Ein konkreter Termin kann deshalb nicht festgelegt werden, Stadt und Verein bleiben dazu jedoch im Kontakt.

Die Stadt wird außerdem die Grasnarbe im Auftreffbereich der Disken und Speere durch künstliche Bewässerung in Hitzeperioden dichthalten, um eine Beschädigung der Sportgeräte zu vermeiden.

Sollte sich mittelfristig eine dauerhaft verstärkte Flächennachfrage durch weitere Nutzergruppen ergeben, wird Stadt die Qualität der Werferwiese schrittweise durch jährliches Besanden zusätzlich verbessern.

Die derzeitige Sperrung der Werferwiese dient noch dem Schutz der jungen Graspflanzen. Sobald die Grasnarbe weitgehend geschlossen ist, wird die Stadt die Sperrung für Werferinnen und Werfer aufheben. Dieser Termin ist witterungsabhängig.
SuS 09-Vorsitzender Markus Kuhlmann und Dinslakens Bürgermeisterin Michaela Eislöffel zeigten sich zuversichtlich über die erfolgreiche Weiterführung und zukünftige Entwicklung dieser Sportstätte. Eine würdige Eröffnungsfeier für die Anlage wollen die Stadt und der Verein nachholen. Corona-bedingt war eine solche Feier bisher nicht möglich.

Auf der Bezirkssportanlage Voerder Straße sind im Rahmen der Sanierung zwei Kunstrasengroßspielfelder mit Flutlicht, ein Kunstrasen-Miniplatz, ein Naturrasen-Großspielfeld, umgeben von einer 6-bahnigen 400-Meter-Rundlaufstrecke mit Kunststoffbelag und Beleuchtung, Weit- und Hochsprunganlagen, neue Zuschaueranlagen sowie ein separater Bereich für Wurfdisziplinen errichtet worden. Der Verein hat in eigener Bauherrenschaft zudem die Überdachung der Tribüne errichtet und finanziert und auch eine Erweiterung der Kunstrasenflächen finanziell mitgetragen.

Neben dem SuS 09 nutzen auch das Otto-Hahn-Gymnasium, das Theodor-Heuss-Gymnasium und die Ernst-Barlach-Gesamtschule die Bezirkssportanlage Voerder Straße. Für den Schulsport hat die Stadt Dinslaken dort neue Sportgeräte angeschafft.

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