Vorne: Jens Asbeck, Schnittstelle Aktive Wehr – Kinderfeuerwehr, Mitte: v.l. Miriam Jessen, Kinderfeuerwehr / Katjuscha Traub, Kinderfeuerwehr / Wehrleiter Frank Schacht, Hinten: v.l. Bürgermeisterin Imke Heymann / Janine Sommer, Schnittstelle Jugendfeuerwehr- Kinderfeuerwehr (Foto: Stadt Ennepetal)

Ennepetal. Freiwillige Feuerwehr Ennepetal plant die Gründung einer Kinderfeuerwehr

Noch in diesem Jahr will die Freiwillige Feuerwehr Ennepetal eine Kinderfeuerwehr gründen. Vorangegangen sind zahlreiche Gespräche und Abstimmungen zwischen den vielfältigen Beteiligten. Nun ist es geglückt, Miriam Jessen und Katjuscha Traub für diese herausfordernde Aufgabe zu begeistern. „Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, zwei überaus engagierte Frauen mit entsprechendem beruflichem Background gewonnen zu haben.“, so Frank Schacht, Leiter der Feuerwehr in Ennepetal.

In den kommenden Monaten wird es die Aufgabe von Miriam Jessen und Katjuscha Traub sein, die nötigen Strukturen zu schaffen, um kindgerecht kleine Nachwuchshelden an die spannenden Aufgaben einer Feuerwehr heranzuführen.

Frank Schacht macht deutlich, dass gerade bei dieser jungen Zielgruppe nicht die Feuerwehrtechnik und -taktik im Vordergrund steht. Vielmehr sollen die Kinder soziale Kompetenzen erlernen und an ein ehrenamtliches Engagement in einer Gemeinschaft herangeführt werden. Daher wurden zielgerichtet Menschen mit pädagogischen Qualifikationen gesucht.

Als Schnittstelle in den aktiven Dienst der Feuerwehr hat sich der Löschzugführer Milspe/Altenvoerde Jens Asbeck und als Schnittstelle in die Jugendfeuerwehr Janine Sommer bereiterklärt, gemeinsam mit der Feuerwehrleitung Miriam Jessen und Katjuscha Traub tatkräftig zu unterstützen.

„Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr geht unsere Freiwillige Feuerwehr einen weiteren wichtigen Schritt in eine gute Zukunft. Mich beeindruckt das große ehrenamtliche Engagement unserer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner. Die wesentliche Zukunftsschmiede im Ehrenamt ist seit vielen Jahren eine toll organisierte Jugendfeuerwehr. Die Tatsache, dass trotz zweizügiger Dienste seit Jahren eine Warteliste besteht, spricht für sich. Mit der Gründung einer Kinderfeuerwehr werden wir junge Ennepetalerinnen und Ennepetaler ab sechs Jahren ansprechen können.“, so Bürgermeisterin Imke Heymann.

Noch ist vieles in der Planung, die durch die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht gerade vereinfacht wird. So sind noch Räumlichkeiten zu ertüchtigen, weitere engagierte Mitarbeitende zu gewinnen und rechtliche und organisatorische Dinge zu klären. Noch ist es zu früh, Anmeldungen für die Löschfüchse entgegenzunehmen, aktuell stehen noch diese Aufgaben im Vordergrund. „Sobald wir sie abgearbeitet haben, werden wir rechtzeitig bekanntgeben, wie und wo man die Kinder anmelden kann“, verspricht Wehrchef Frank Schacht.

Für die Arbeitsgruppe „Kinderfeuerwehr“ steht aber fest: wir werden nicht ansatzweise den Bedarf decken können, denn wohl nahezu jedes Kind ab sechs Jahren träumt zumindest zeitweise von der Feuerwehr.

Eines aber ist schon in Stein gemeißelt: „Löschfüchse Ennepetal“! Als solche werden die jungen Nachwuchsretter schon bald die Basis für eine gute Zukunft unserer Feuerwehr bilden.

Zum Hintergrund:

2015 wurde das Feuerwehrrecht in NRW mit dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) reformiert. Neben den im Land etablierten Jugendfeuerwehren (Eintrittsalter ab zehn Jahren) wurde es den Feuerwehren ermöglicht, sogenannte Kinderfeuerwehren einzurichten. Die Zielgruppe bilden Kinder vom vollendeten sechsten Lebensjahr bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr. Kinder- und Jugendfeuerwehren haben insbesondere die Aufgabe, Kinder und Jugendliche an eine ehrenamtliche Tätigkeit in der örtlichen Gemeinschaft heranzuführen, den Erwerb sozialer Kompetenzen zu fördern sowie den Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehren zu gewinnen und heranzubilden.

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