Dr. Carl Pause vom Clemens Sels Museum Neuss (l.) und Martin Stitz (r.), Liegenschaften und Vermessung Neuss, vor dem 3D-Modell des Legionslagers zur kommenden Sonderausstellung „INTER NATIONES. Die Menschen im römischen Novaesium“ (Foto: Stadt Neuss)
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Neuss. Ein neues Modell des römischen Legionslagers in Neuss zeigt anschaulich die dichte Bebauung in dem 2.000 Jahre alten Kastell. Zu dem für fast 6.000 Bewohner konzipierten Lager gehörten nicht nur Unterkünfte für Infanteristen und Reiter, sondern auch Vorratsspeicher, ein Badegebäude und ein Lazarett.

Das Modell haben Dr. Carl Pause, Clemens Sels Museum Neuss, Martin Stitz, Liegenschaften und Vermessung Neuss, der Archäologe Andreas Wegert M.A. und Prof. Dr. Eckhard Deschler-Erb vom Archäologischen Institut der Universität zu Köln erarbeitet. Die Gebäude des Lagers wurden zuerst unter Berücksichtigung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse digital nachgebaut und dann mit einem 3D-Drucker im Maßstab 1:500 ausgedruckt.

Bei der Rekonstruktion der Häuser konnten neue, spannende Einsichten gewonnen werden: Nicht nur die hohen Offiziere, sondern auch die Kommandeure einer Hundertschaft, die Zenturionen, wohnten in mediterranen Stadtvillen mit einem von Säulen umgebenen Innenhof (Atrium), wie sie aus Pompeji bekannt sind.

Das 1,20 x 1,40 m große Modell ist vom 27. Juni bis zum 3. Oktober 2021 in der Ausstellung „INTER NATIONES. Die Menschen im römischen Novaesium“ im Clemens Sels Museum Neuss zu sehen.

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