(Foto: privat)

Niederkrüchten. Der Ortsvereinsvorsitzende Marco Goertz konnte bei zum Glück wieder niedrigen Inzidenzwerten in der Begegnungsstätte die Niederkrüchtener Genossinnen und Genossen zur Jahreshauptversammlung mit Corona-Abstand begrüßen. Hierbei konnte er einen Genossen für 50 Jahre Mitgliedschaft ehren. Willy Reisen ist schon im Jahr 1971 in die Partei eingetreten und bis heute aus Überzeugung dabei. In einer mitreißenden Ansprache erläuterte er den Anwesenden, warum er trotz mancher Meinungsverschiedenheit immer noch überzeugter Sozialdemokrat ist. Die Sozialdemokratie ist und bleibt die richtige Antwort für die heutigen und zukünftigen Probleme der Menschen, ist Willy Reisen überzeugt. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden der stellvertretende Vorsitzende Detlef Haese und Klaus Töpfer geehrt. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Anneliese Schröder leider nicht teilnehmen. Ihr wird die Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft Corona-konform nach Hause gebracht.

Es standen auch noch diverse Abstimmungen und Wahlen an. So wurde die bisher lediglich “mündlich” vorhandene Satzung des Ortsvereins verschriftlicht. Den Mitgliedern war vorab ein Entwurf übermittelt worden, welcher insbesondere die zu beachtenden Regelungen der überörtlichen SPD-Verbände integriert hatte und die bisherigen mündlichen Regelungen wiedergab. Nach kurzer Diskussion wurde die Satzung mit kleinen Anpassungen von der Versammlung beschlossen. Notwendige Nachwahlen zum Vorstand komplettieren diesen jetzt wieder. Gewählt wurden Anke Rütten als Seniorenbeauftragte und Ralf Liebrecht als weiteren Beisitzer.

 

Auch die Wahl der Delegierten zur Kreisdelegiertenkonferenz zur Landtagswahl 2022 wurde vom Wahlleiter Wilhelm Mankau souverän und schnell durchgeführt. So konnte dann der Ortsvereinsvorsitzende noch umfangreich über die lokale politischen Themen berichten. In Zukunft wird die Gestaltung des ehemaligen Flughafengeländes die Politik vielfach bestimmen. Die Auswahl und der Zuschlag an einen Investor ist im Bieterverfahren erfolgt. Es fehlt noch die Zustimmung auf Bundesebene. Diese wird hoffentlich vor der Sommerpause erfolgen. Auf dem Gelände, auf dem auch Platz für klein- und mittelständische Gewerbebetriebe vorgesehen ist, wird mit der Schaffung einiger tausend Arbeitsplätze zu rechnen sein. Diese Menschen werden Verkehr in die Gemeinde bringen und es wird sicherlich Wohnraum für sie benötigt. Die Gemeinde muss hier die passende Infrastruktur schaffen. Dies werden unter anderem Wohnmöglichkeiten sein, aber auch Kindertagesstätten und Schulen müssen an den Bedarf angepasst und vor allem ein intelligentes Verkehrs- und Mobilitätskonzept entwickelt werden, um diese Entwicklung für alle erträglich zu gestalten.

 

Der demographische Wandel muss nicht nur beobachtet, sondern gestaltet werden. Die Planung der Laurentiusstiftung eines Quartierviertels in (Alt-) Niederkrüchten mit 60 stationären Pflegeplätzen, sowie weiteren Tagespflege- und Kurzzeitpflegeplätzen und “Wohnen mit Service” ist erfreulich und ermöglicht in Zukunft auch in (Alt-) Niederkrüchten seinen Lebensabend bei stationärer Pflegebedürftigkeit verbringen zu können.

 

Die Bäderfrage ist leider immer noch offen. Hier ist aber Bewegung in die Sache gekommen. Für ein interkommunales Bad ist ein neues Grundstück ins Auge gefasst. Die erweiterte Planung des Büros Neugebauer soll bis zum Ende der Sommerferien vorliegen. Damit muss zeitnah im September eine Planungsentscheidung erfolgen, so Goertz, damit in einigen Jahren ein Bad eröffnet werden kann, in dem die Bürgerinnen und Bürger schwimmen können.

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