(Foto: Helios)

Duisburg. Mit einem so geringen Zeitaufwand lassen sich bereits Menschenleben retten. Für Krebspatienten sind kleine Blutplättchen, die sogenannten Thrombozyten, überlebenswichtig. Daher ruft das Helios Klinikum Duisburg jeden dazu auf, Thrombozyten zu spenden. Freiwillige bekommen eine Aufwandsentschädigung.

Menschen, die an Krebs oder Leukämie erkrankt sind, können häufig nicht genügend Thrombozyten nachbilden. Gerade diese Blutplättchen aber sind für die Blutgerinnung von entscheidender Bedeutung und damit für die Patienten lebenswichtig. Die Betroffenen müssen dann immer wieder von außen mit den lebenswichtigen Thrombozyten versorgt werden. Gleiches gilt für Patienten nach großem Blutverlust etwa bei Unfällen oder Operationen. Wie in einer Blutbank, können die Plättchen ebenfalls von gesunden Menschen gespendet und dann für den Ernstfall für 4 Tage vorgehalten werden. So auch am Helios Klinikum Duisburg. Doch der Bedarf ist groß und deshalb werden immer wieder dringend freiwillige Spender gesucht.

Normalerweise werden die Thrombozyten direkt im Knochenmark gebildet und alle 7 bis 10 Tage vom Körper erneuert. Verletzen wir uns, heften sich die Zellen an die Gewebewand rund um die betroffene Stelle und geben Stoffe ab, die die Blutgerinnung fördern. So bildet sich ein pfropfartiger Thrombus – die Wunde wird verschlossen, die Blutung gestoppt. Gerade das erfolgt allerdings nicht bei Krebspatienten.

Vorgehensweise

Die Thrombozytenspende erfolgt nur vormittags und dauert in der Regel nicht länger als 60 bis 120 Minuten. Da die Thrombozyten vom Blut getrennt werden, kommt es weder zu einem Blutverlust noch zu gesundheitlichen Nachteilen für den Spender. Nach dem für eine Spende üblichen Anmeldeablauf – Ausfüllen eines Fragebogens und kurzer ärztlicher Check-Up – wird dem Spender unter Zugabe eines gerinnungshemmenden Mittels Blut aus einer Vene in der Armbeuge entnommen. Das Blut fließt durch einen sogenannten „Zellseparator“, in dem durch Rotation die Thrombozyten und ca 450 ml Blutplasma vom restlichen Blut getrennt werden. Alle übrigen Blutbestandteile werden dem Spender wieder zugeführt, das Verfahren ist besonders schonend. Das gesamte Entnahmesystem ist zudem als Einwegset konzipiert. Das schließt eine Übertragung von Infektionen zwischen zwei Spendern aus. Das Spenderblut wird u.a. auf Hepaitis und HIV untersucht, bevor die Plättchen letztlich zur Anwendung am Patienten freigegeben werden. Welcher Empfänger welche Spende bekommt, hängt dann von den individuellen Blutgruppenmerkmalen ab.

Voraussetzungen für Spender

Im Prinzip kann jeder gesunde, erwachsene Mensch „Plättchenspender“ werden. Doch es gilt, ein paar Kriterien zu beachten: Spender müssen zwischen 18 und 60 Jahre alt, gesund und insgesamt in guter körperlicher Verfassung sein. Das Mindestgewicht liegt bei 50 Kilogramm. Wer Medikamente einnimmt, muss bei der ärztlichen Untersuchung abklären, ob es die Spende beeinträchtigt oder eventuell zu Wechselwirkungen mit dem Gerinnungshemmer kommen kann. Wichtig ist zudem, dass die Spender telefonisch gut erreichbar sind und möglichst recht kurzfristig zu einer vereinbarten Zeit vormittags zum Spenden kommen können. Ob sie als Spender in Frage kommen wird in einem ersten Termin, bei dem sie und ihr Blut untersucht werden, festgestellt. Für ihre Spende erhalten sie selbstverständlich eine Aufwandsentschädigung.

Weitere Informationen und Terminvereinbarungen unter: Telefon: (0203) 546-28 21 (8 bis 15:30 Uhr) oder per E-Mail an thrombophorese.duisburg@helios-gesundheit.de

Beitrag drucken
Anzeigen