NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Eckart Kröck, Leiter des Bochumer Amtes für Stadtentwicklung und Wohnen (Foto: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalens)
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Bochum. Die Stadt Bochum hat sich mit dem Projekt „Ostpark – Havkenscheider Höhe“ beim Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ beworben und die zweite Stufe des Auswahlverfahrens erreicht. Auch die Planung für die drei großen Stadterneuerungsmaßnahmen „Wittener Straße, Alte Wittener Straße und Verbindungsachse“ in Laer sind in die zweite Stufe des parallel laufenden Wettbewerbs „Zukunft Stadtraum“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen, Gleichstellung des Landes NRW aufgenommen worden.

Eckart Kröck, Leiter des Bochumer Amtes für Stadtplanung und Wohnen, nahm die Prämierung am Dienstag, 22. Juni, durch die NRW-Bauministerin, Ina Scharrenbach, in Düsseldorf entgegen. „Das ganze ,Team Bochum‘ aus VBW, BOGESTRA, Planungsbüros, dem Gestaltungsbeirat und der Bauverwaltung freut sich sehr, dass es gelang mit gleich zwei Planentwürfen die Fachjury des Landes zu überzeugen“, sagte Eckart Kröck. „So motiviert, wollen wir mit Verve die nächsten Planungsstufen angehen.“

Mit gleich drei großen Stadtentwicklungsprojekten sorgt die Stadt Bochum aktuell dafür, dass im Bochumer Osten neue Qualitäten für Arbeit, Wohnen und Freiräume und somit zukunftsfähige Stadtteilstrukturen für die Bevölkerung entstehen. Direkt nebeneinander liegen das neue große Wohngebiet „Ostpark“, das Stadtumbaugebiet Laer und die Entwicklungsfläche Mark 51°7.

Der Wettbewerb des Ministeriums für Verkehr zum Thema „Mobil.NRW – Mobilität in lebenswerten Städten“ zielt darauf, Städte zur Entwicklung von innovativen Mobilitäts-konzepten zu animieren und diese auch mit Landesmitteln umzusetzen. Im Rahmen des Wettbewerbs sind unter anderem Mobilitätsstationen, Digitalisierungsmaßnahmen, Nahmobilitätsinfrastruktur, Quartiersgaragen, ÖPNV-Investitionen, Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung förderfähig. Jörg Filter, Vorstand der BOGESTRA, macht deutlich: „Mit den Ideen zu einer autoreduzierten Mobilität zahlt das Projekt sowohl auf umwelt- als auch auf klimabezogene Ziele ein. Dieses Quartier ermöglicht es der BOGESTRA, neue individuelle, flexible Mobilitätsformen zu entwickeln.“

Mit dem Beitrag „Havkenscheider Höhe – höchstmobil“ zeigt das Planungsteam auf, wie die Verkehrswende Gestalt annimmt und zugleich ein neues, wassersensibles und klimagerechtes Wohngebiet entstehen kann. Norbert Riffel, Geschäftsführer der VBW Bauen und Wohnen GmbH, unterstützt das innovative und ganzheitliche Projekt in Bochum-Laer und ist sicher, „dass hier die Chance für eine neue urbane Qualität geschaffen werden kann“.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes NRW hatte parallel den Wettbewerb „Zukunft Stadtraum“ ausgelobt. Gesucht wurden „mutige und innovative Konzepte, die den Veränderungen der Land- und Stadträume im Hinblick auf den öffentlichen Straßenraum als Begegnungsraum und den Entwicklungen hin zu einer natürlichen Stadt Rechnung tragen.“ Wichtige Aspekte für die Auswahl der Projekte waren hierbei unter anderem die Neuverteilung der öffentlichen Flächenressourcen, der Umgang mit dem Mobilitätswandel, die Aufwertung des öffentlichen Raums sowie der Einbezug der Aufgabenstellungen, die sich aus der Bewältigung des Klimawandels ergeben.

Der Beitrag „Vom Rand in die Mitte“, den Bochum für diesen Landeswettbewerb erarbeitet und der Jury präsentiert hat, zeigt, wie die Verbindung zwischen Laer und Mark 51°7 gestaltet und die Bedeutung der öffentlichen Straßenräume für Klimaanpassung, Nahmobilität und Aufenthalt gestärkt werden kann. Ein Multifunktionsband aus Grünbereichen, Bäumen, Geh- und Radwegen entlang der Wittener Straße, eine Quartiersachse mit Klimagärten vom Lahariplatz bis zum Grünzug „Auf dem Kreuz“ und vor allem der Rückbau der Fußgängerbrücke und eine zentrale, ebenerdige Verbindung für den Fuß- und Radverkehr zwischen Laer und Mark 51°7 sind zentrale Gestaltungselemente im eingereichten Wettbewerbsentwurf.

Für beide Wettbewerbe hat Bochum im April die geforderten Unterlagen eingereicht. Die jeweils für den Wettbewerb zuständigen Jurys haben getagt und beide Beiträge aus Bochum zur zweiten Stufe des Wettbewerbs zugelassen. „Die Aufnahme ist eine Auszeichnung und gibt uns Rückenwind, die Planungen beider Projekte weiter voranzubringen, damit wir die Unterlagen bis Ende 2021 beziehungsweise bis Anfang 2022 final einreichen können“, schildern Svenja Hövelmann, Projektleiterin für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ISEK Laer / Mark51°7, und Julia Scheel, Projektleiterin für den Ostpark. Im Stadtteil Laer haben im Mai die Bürgerbeteiligungen für die Vorplanung der Maßnahmen bereits stattgefunden. Die Ergebnisse fließen in die Planungen für die zweite Stufe des Wettbewerbs ein. Zum „Ostpark – Havkenscheider Höhe“ laufen die Vorbereitungen.

 

Weitere Informationen zu den Projekten der „Projektfamilie Ost“ finden Sie unter:

www.bochum.de/Amt-fuer-Stadtplanung-und-Wohnen/Ostpark

www.stadtteil-laer.de

www.mark51-7.de

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