v.l. Oberbürgermeister Felix Heinrichs, Dekan Prof. Dr. Lutz Vossebein, Professorin Renate Schmitt, AStA-Vorsitzender Patrick Wendtland und Hochschulpräsident Dr. Thomas Grünewald (Foto: privat)
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Mönchengladbach. Kunst im Kaufhaus

Seit gestern Nachmittag ist das frühere Karstadt-Gebäude am Rheydter Markt Ausstellungsort für Arbeiten von Studierenden der Hochschule Niederrhein. Die komplette Glasfront des Gebäudes – insgesamt mehrere hundert Meter – ist von innen mit 64 Bildern behangen. Die Bilder zeigen studentische Arbeiten, die von 1997 bis heute im Fach Farbenlehre im Studiengang Design-Ingenieur entstanden sind. Die Bilder sind voraussichtlich bis Herbst zu sehen.

Oberbürgermeister Felix Heinrichs sieht in der Ausstellung an dieser Stelle eine echte Bereicherung: „Es freut mich sehr, dass der Leerstand an dieser Stelle in den Schaufenstern nun weicht. Das möglich zu machen, ist nicht einfach gewesen. Aber wir waren erfolgreich: Mit der Hochschule Niederrhein haben wir einen tollen Partner gefunden und die Ausstellung ist wirklich ein Blickfang, der sicherlich zu einem ganz besonderen Schaufensterbummel einlädt.“

Hochschulpräsident Dr. Thomas Grünewald freut sich, dass die studentischen Arbeiten ihren Teil dazu beitragen, der Hochschule Niederrhein mehr Präsenz in der Innenstadt von Rheydt zu verschaffen. „Hier können die Besucherinnen und Besucher der Innenstadt die Ergebnisse studentischer Arbeiten aus dem Fach Farbenlehre bestaunen“, sagte Thomas Grünewald bei der Eröffnung gestern am späten Nachmittag.

Die gezeigten Bilder sind mit Acryl- oder Ölfarben gemalt und zeigen Arbeiten, die studentische Teams erstellt haben. Professorin für das Fach Farbenlehre war seit 1997 Renate Schmitt, die im vergangenen Semester in den Ruhestand gegangen ist. „Mir ging es in dem Kurs darum, die Studierenden in einen spielerischen Gestaltungsprozess zu bringen, bei dem sie nicht wussten, wie am Ende das Ergebnis aussehen wird“, sagt Renate Schmitt. Das Besondere war die Teamarbeit, die einzelnen Bilder wurden nicht bewertet. „Ich wollte zeigen, zu welchen künstlerischen Leistungen die Studierenden in der Lage sind, wenn sie selbstvergessen und ohne Druck gemeinsam etwas schaffen können.“

Der Studiengang Design-Ingenieur beinhaltet die beiden Schwerpunkte Textil und Mode. Die Kombination von Gestaltung und Technologie sorgt für ein breites Basiswissen, das den Anforderungen einer innovativen und globalen Textil- und Bekleidungsindustrie gerecht wird. „Heute ist vielschichtiges Wissen gefragt, soll ein Produkt am Ende im Markt überzeugen“, sagt Lutz Vossebein, Dekan des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik. Dazu gehört auch das Wissen über Farben und deren Einsatz.

Mode- und Textildesign entwickelt heute mehr als nur Bekleidung oder folgt schnelllebigen Trends. Es geht um die Gestaltung und Entwicklungen von nachhaltigen Produkten und Konzepten im Kontext mit Natur, Umwelt und gesellschaftlichen Herausforderungen. Auch davon erzählen die Bilder im Karstadt in Rheydt.

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