Den neuen Becher stellen vor: Wolfgang Lyding von AllSenses-marketing / Vertrieb Cuna-Becher und Jasmin Cifuentes Fernandes, Leiterin Büsch-Fachgeschäft im Edeka Hundrieser in Essen-Haarzopf (Foto: Büsch)
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Essen/Velbert/Kamp-Lintfort. Ab dem 1. Juli testet die Handwerksbäckerei Büsch in ihren neun Fachgeschäften in Essen und Velbert ein neues Pfandsystem mit Mehrwegbechern aus Bio-Material. Geplant ist, es nach und nach auf weitere Städte auszubauen – wenn es gut von den Kunden angenommen wird.

„Coffee-to-go“ – aber umweltschonend

Schnell noch ein Kaffee zum Mitnehmen – aber dabei nicht die Umwelt mit Einwegbechern belasten. Die Handwerksbäckerei bietet schon seit langem die Möglichkeit, sich mitgebrachte eigene Mehrwegbecher befüllen zu lassen, oder alternativ vor Ort einen Mehrwegbecher zu kaufen. „Aber das ist uns nicht genug“, sagt Geschäftsführer und Bäckermeister Norbert Büsch. „Denn wir reden nicht nur über eine gute Öko-Bilanz und Nachhaltigkeit: wir leben sie. Und ständig ein bisschen mehr.“

Aus Bio-Material und vollständig recyclebar

Das neue System ist gleich mehrfach besonders. Denn einerseits bestehen die Becher aus reinem Bio-Material und nicht aus Plastik. Sie wurden von Cuna, einem jungen Unternehmen aus Mettmann, entwickelt. „Die Becher werden aus Materialresten der deutschen Forstwirtschaft gegossen. Mit Harzen, die sie so stabil machen“, erklärt Norbert Büsch.  

Ein weiterer Vorteil: sie werden, wenn sie abgenutzt worden oder kaputt gegangen sind, vollständig zu einem neuen Mehrweg-Produkt recycelt. „Das funktioniert über ein Pfandsystem bei uns und einer Rücknahme von Cuna“, freut sich Norbert Büsch.

Zwei Euro Pfand

Für zwei Euro Pfand gibt es bei Büsch ab dem 1. Juli das Lieblingsgetränk auf Wunsch in einem der neuen, nachhaltigen Becher. Beim nächsten Besuch der Handwerksbäckerei kann der Becher dann entweder einfach zurückgegeben (und Pfand zurück erhalten) – oder gleich neu befüllt werden.

Kurze Wege

Die Handwerksbäckerei setzt das Thema Nachhaltigkeit in vielen Bereichen um. Auch Brot- und Brötchentüten sind aus recyceltem Material, ebenso Servietten für Snacks oder Gebäckstücke. Statt Plastiktüten werden Jute- oder Papiertaschen angeboten und auch die Betriebstechnik läuft so umweltschonend wie möglich. Wo immer es umsetzbar ist, setzt Büsch regionale Rohstoffe ein. „Denn kurze Wege sind nicht nur gut für die Umwelt, bei Lebensmitteln steigt dadurch auch die Qualität – durch einen optimalen Erntezeitpunkt und kurzen Transport“, zeigt Norbert Büsch auf.

So ist es kein Wunder, dass er und seine Kollegen sich von der Idee von Cuna angesprochen fühlen, da auch diese auf kurze Wege setzen. Die eingesetzten Materialen stammen alle aus Deutschland, hier wird auch produziert. Bei der Entwicklung hat Cuna mit zwei deutschen Hochschulen zusammengearbeitet, auch wurden sie vom Fraunhofer Institut unterstützt.

„Jetzt sind wir gespannt darauf, wie unsere Kunden dieses neue Angebot nutzen. Wir engagieren uns gern für die Umwelt und bauen darauf, dass unsere Kunden mitmachen“, sagt Norbert Büsch.

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