Das neue Verwaltungsgebäude soll den Ansprüchen an die zukünftige Arbeitswelt mit einer attraktiven, optimierten und arbeitsmotivierenden Arbeitsumgebung sowie modernen und digitalen Dienstleistungsangeboten gerecht werden ( © agn Niederberghaus & Partner GmbH)
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Essen. Im Jahr 2017 wurde durch den Rat der Stadt Essen der Entschluss gefasst, ein modernes Verwaltungsgebäude zu planen. Am heutigen Mittwoch (30.06.) stimmte der Rat nun für den Bau und Baubeginn des neuen BürgerRatHauses.

Aufgrund der abgeschlossenen Vorentwurfsplanung und der Weiterentwicklung des Entwurfs konnte seitens des Generalplaners agn Niederberghaus und Partner GmbH eine vertiefte Kostenschätzung vorgelegt werden. Diese weist sowohl die Kosten für das Grundstück an der Steeler Straße, den Abriss der Bestandsgebäude sowie die Kosten für den Neubau auf und beziffert diese auf rund 161 Millionen Euro. In den Gesamtprojektkosten sind bereits insgesamt 13 Prozent Risikorückstellungen enthalten, die unter anderem die jüngst überproportional gestiegenen Baukosten berücksichtigen.

Der Abbruch der beiden Bestandsgebäude hat zwischenzeitlich begonnen und erfolgt zunächst mit der Schadstoffsanierung und Entkernung im Inneren der Gebäude. Die gesamte Entkernung wird nach aktuellem Stand etwa ein Jahr dauern, ehe anschließend der tatsächliche und sichtbare Abbruch der Gebäude erfolgen wird. Die Baugrube, die durch den Abbruch entstehende Baugrube entsteht, wird zugleich für die Erstellung des Neubaus genutzt. Der Neubau wird voraussichtlich ab Januar 2024 errichtet und soll im Dezember 2026 bezugsfertig sein.

Die Stadtverwaltung Essen wurde seitens des Rates gebeten, bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme den bestehenden interfraktionellen Arbeitskreis weiterhin regelmäßig zu den weiteren Detailplanungen und den Baufortschritten zu unterrichten und bei Planung und Bau des BürgerRatHauses weitere Möglichkeiten zu prüfen, um eine Nachhaltigkeit und Energiebilanz des Gebäudes in Richtung einer möglichen Klimaneutralität zu erreichen. Als Beispiele wurde eine intensive anstelle einer extensiven Dachbegrünung genannt, genauso wie die Nutzung von Photovoltaik oder Erdwärme sowie von einer Verwendung recycelter bzw. recycelbarer Baustoffe.

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