Innenminister Herbert Reul und Landrätin Silke Gorißen stellen gemeinsam mit dem THW die ersten weißen Kreuze auf (Foto: Polizei)

Kreis Kleve/Kerken-Nieukerk. Am Freitagmorgen (09. Juli 2021) wurden an der Baersdonker Straße in Kerken die zwei ersten von insgesamt elf weißen Kreuzen an neun Unfallstellen im Kreis Kleve aufgestellt.

Im Jahr 2020 verstarben insgesamt 17 Menschen auf den Straßen im Kreisgebiet, zwölf davon auf Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften.

Neben der Landrätin, Silke Gorißen, nahm in diesem Jahr auch der nordrheinwestfälische Innenminister, Herbert Reul, am Ortstermin teil. Herr Reul sprach den Angehörigen seine Anteilnahme aus und würdigte die Arbeit, die THW, Polizei, Verkehrsunfallprävention und Opferschutz für die Aktion “Weiße Kreuze” leisten.

Seit 2003 werden in Kooperation mit dem Technischen Hilfswerk Kleve für die Dauer eines Jahres an den Unfallorten außerhalb der Ortschaften im Gedenken an die Verstorbenen die weißen Kreuze aufgestellt. Jedes einzelne Holzkreuz steht für ein tragisches Ereignis, das viel Leid und Trauer verursacht hat und setzt ein Zeichen des Mitgefühls für die Angehörigen. In Kerken-Nieukerk verunglückten im Februar 2020 zwei 24- und 26-jährige Brüder aus Geldern bei einem Verkehrsunfall auf der Baersdonker Straße in Fahrtrichtung Wachtendonk, nachdem sie ausgangs einer Rechtskurve in den Grünstreifen gerieten und der 24-jährige Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Bei der anschließenden Kollision mit insgesamt drei Bäumen erlitten beide junge Männer tödliche Verletzungen, sie verstarben noch an der Unfallstelle.

Das THW wird als Kooperationspartner der Polizei wie in den Vorjahren die Aufstellung aller Kreuze an den verschiedenen Unfallstellen im Kreis Kleve durchführen.

Die elf Mahnmale zur Erinnerung an die tödlich Verunglückten sollen alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren des Straßenverkehrs sensibilisieren und zu einer defensiven Fahrweise anregen. (ots)

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