(Foto: St. Wolfhelm-Gymnasium)

Schwalmtal. Um fachliche Lücken und Schwierigkeiten bei Schülerinnen und Schülern durch die wechselnden Lernformen von Homeschooling bis Präsensunterricht während der anhaltenden Pandemie aufzuarbeiten, bietet das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule und Bildung das Projekt „Extra-Zeit zum Lernen in NRW“. Hierbei werden Bildungsprogramme außerhalb des Regelschulbetriebes an Wochenenden, am Nachmittag und in den Ferien angeboten und bis zum Sommer 2022 gefördert. Es handelt sich um ein kostenloses Angebot, da dankenswerterweise Fördermittel zu 80 % vom Land NRW und zu 20 % von der Stadt oder Gemeinde bereitgestellt werden. Für die Gemeindeverwaltung Schwalmtal teilt Jan Winterhoff mit, dass aktuell nur im St. Wolfhelm-Gymnasium die Extra-Zeit in Form einer Summerschool angeboten wird.

Förderangebot für Klassen 5,6 und 7

Anfang Juli war letzter Schultag – Sommerferien, Schulranzen in die Ecke werfen, School’s out … Nicht für 80 Schülerinnen und Schüler am Schwalmtaler St. Wolfhelm-Gymnasium, denn sie nutzen die „Extra-Zeit“. Aufgrund fehlender kontinuierlicher Präsenzzeit in der Schule sowie der starken Abhängigkeit von technischen Voraussetzungen und Kenntnissen innerhalb des Distanzlernens konnte die Wissensvermittlung auch für Schülerinnen und Schüler am St. Wolfhelm-Gymnasium nicht immer optimal erfolgen. „Um mögliche daraus resultierende Lern- und Leistungsdefizite aufzufangen, sind wir glücklich, Ihnen ein Konzept zur intensiven, individuellen Förderung im Rahmen der Summerschool in den ersten beiden Wochen der Sommerferien (5.07-09.07 und 12.07 bis 16.07.21) vorstellen zu können“, erklärt Schulleiter Dr. Thomas Martens in einer Pressemitteilung.

Das Konzept ist auf die individuelle Förderung der Kernkompetenzen in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Latein bzw. Französisch ausgerichtet, welche von den Fachlehrkräften begründet ausgewählt werden. Zwanzig Schülerinnen und Schüler der Oberstufe bzw. Ehemalige des St. Wolfhelm-Gymnasiums haben sich freundlicherweise dazu bereiterklärt, als Coaches den Lerngruppen in der Schule zur Verfügung zu stehen. Die Förderung eines Faches erfolgt an zwei aufeinander folgenden Tagen mit jeweils drei Zeitstunden (von 9 bis 12 Uhr). Daher ist eine Teilnahme an allen Fächern grundsätzlich möglich. Die Lerngruppen (8-15 Teilnehmende) werden klassenübergreifend gebildet und von jeweils zwei Coaches betreut, sodass auf alle Lernende individuell eingegangen werden kann.

In der letzten Woche wurden jeweils zwei Fördertage in Mathematik und Deutsch angeboten, diese Woche stehen bis Donnerstag die Sprachen Englisch und Latein oder Französisch auf dem Plan. Zur Summerschool haben sich 80 Schülerinnen und Schüler angemeldet. Von ihnen lagen 140 Anmeldungen für Förderkurse vor.

Beitrag drucken
Anzeigen