Thomas Mahlberg (CDU-Ratsfraktionsvorsitzender), Ferdi Seidelt (CDU- Bezirksfraktionsvorsitzender Rheinhausen/Rumeln-Kaldenhausen), Thomas Susen (stellv. CDU-Ratsfraktionsvorsitzender) und Rainer Pastoor (Leiter der CDU Ratsfraktionsgeschäftsstelle) am Dickelsbach in Wedau (Foto: privat)
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Duisburg. Vor Wochen hatte die CDU-Ratsfraktion Duisburg verabredet, am 14. Juli zu einer Ferienfraktion zusammenzukommen, um im Rahmen einer Exkursion den renaturierten Teilabschnitt des Dickelsbachs in Wedau zu erkunden und sich von den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD) als ausführenden Projektträger die Maßnahme erläutern zu lassen.

„Trotz der überaus widrigen Wetterlage machte sich eine kleine Abordnung in einer kurzen Regenpause am Ufer des Dickelsbachs ein Bild, bevor wir uns in großer Runde im Trockenen das Konzept hinter der Maßnahme von Uwe Linsen (WBD-Vorstand) und Dr. Christa Dixkens (Arbeitsgruppenleiterin für die Gewässerunterhaltung bei den WBD) haben vorstellen lassen“, berichtet der CDU-Ratsfraktionsvorsitzende Thomas Mahlberg.

Ziel der auch von der CDU-Ratsfraktion unterstützten Maßnahme war und ist es, den Dickelsbach, der an dieser Stelle einem kanalisierten Abwasserkanal glich, naturnah umzugestalten, damit sich in und an ihm wieder artenreich Pflanzen und Tiere ansiedeln und so ein ökologisch wertvolles Biotop entstehen kann. „Vorab wurde von allen relevanten Umweltverbänden die Zustimmung eingeholt“, wie Uwe Linsen erläutert, „aber das vorbildliche Ziel wurde leider nicht optimal in die Öffentlichkeit kommuniziert, sodass insbesondere die anwohnenden Bürgerinnen und Bürger entschieden protestierten“, gesteht der WBD-Chef mit Verständnis ein. Denn für die Renaturierungsmaßnahme mussten in einem ersten Schritt zunächst Bäume gefällt werden, um Freiflächen zu schaffen, damit der Dickelsbach auf rund 850 Metern aus seinem kanalisierten Bett befreit wieder schlängelnd fließen kann.

„Es ist natürlich traurig um jeden Baum, der gefällt werden muss, aber so war es letztlich möglich, einen ökologisch wertvolleren Bachlauf zu schaffen der mäandernd Strömungsunterschiede schafft, damit sich eine vielfältige Flora und Fauna ansiedeln und nachhaltig entwickeln kann. Ergänzend sind außerdem auch Nachpflanzungen mit standortgerechten Bäumen erfolgt, denen jetzt natürlich etwas Wachstumszeit gegeben werden muss“, erklärt Dr. Christa Dixkens, die promovierte Biologin im Dienste der WBD.

Und was man in Anbetracht der katastrophalen Überschwemmungen dieser Tage hierzulande auch nicht außer Acht lassen sollte, wurden entlang des renaturierten Dickelsbachs in Wedau Ausbreitungsflächen geschaffen, die bei Hochwasser problemlos überflutet werden können.

Nach einer intensiven Fragerunde, bei der auch die Fortschreibung des Projektes in Aussicht gestellt wurde, kam die Fraktion mit ihrem Vorsitzenden abschließend überein, „dass die Renaturierung des Dickelsbach als ein erfolgreiches Umweltprojekt der Stadt anzusehen ist, was in Zukunft noch viele Früchte tragen wird, von denen man sich bei trockenem Wetter dann sicherlich noch mal vor Ort überzeugt.“

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