Heinz-Joachim Empelmann (rechts) berichtet Julian de Vries, Teamleiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Millingen, von der Renovierung des Heiligenhäuschens und davon, wie er den Kopf des Jesuskindes wieder angeklebt hat (Foto: privat)

Rheinberg. Sparkasse spendet dem Heiligenhäuschen ein neues Dach

Das Millinger Heiligenhäuschen hat ein neues Dach. Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse am Niederrhein sorgten die Millinger Vereine, die sich seit Jahren um das Heiligenhäuschen an der Alpener Straße in Höhe des Kreisverkehrs kümmern, außerdem für einen neuen Innenanstrich. „Viele Menschen legen hier bei einer Radtour oder im Vorbeigehen eine kurze Pause ein“, sagt Heinz-Joachim Empelmann vom Trägerverein. Er kommt mit dem Rad fast täglich zum Heiligenhäuschen, um nachzusehen, ob alles in Ordnung ist.

Die Geschichte des Heiligenhäuschens reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück. Ende der 80er-Jahre erbaute es die Stadt Rheinberg etwas vorgelagert neu, nachdem die ursprüngliche Büßerstätte in Höhe des ehemaligen Vittenhofes Hußmann immer wieder von Unbekannten zerstört worden war. Über Jahrhunderte konnten zum Tode verurteilte Schwerverbrecher aus dem Gerichtsbezirk Rheinberg auf dem Weg zum Galgenberg, einem heute nicht mehr sichtbaren Hügel im Bereich des Millinger Baggerlochs, dort letzte Buße tun.

Zu Beginn der 90er-Jahre übernahmen die damals acht Millinger Vereine die Patenschaft über das Heiligenhäuschen. Die Tochter der Familie Hußmann spendete damals eine Madonna, die bis heute zwischen Blumen und Kerzen steht. Seit kurzem ist eine zweite Maria mit Kind dazugekommen. „Sie stand plötzlich morgens da, dem Jesuskind war allerdings der Kopf abgefallen“, berichtet Heinz-Joachim Empelmann. Der Pate nahm die goldene Skulptur mit nach Hause, klebte den Kopf wieder an und seither verfügt das Heiligenhäuschen über zwei Marienfiguren. Inzwischen hat der Trägerverein der Sparkasse einen neuen Vorschlag gemacht: „Eine Bank zum Ausruhen wäre nicht schlecht“, sagt Heinz-Joachim Empelmann.

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