Das interdisziplinäre Team der Zentralen Aufnahmeeinheit im St. Remigius Krankenhaus (Foto: © Kplus Gruppe)

Leverkusen. Krisensituationen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Nach den schweren Unwettern der vergangenen Woche zeigten das St. Remigius Krankenhaus Opladen, das St. Josef Krankenhaus Wiesdorf und das Klinikum Leverkusen einmal mehr, wie gute Nachbarschaft aussieht und dass man im Ernstfall aufeinander bauen kann.

Wenn in einem Krankenhaus der Strom ausfällt, an dem Maschinen und damit Menschenleben hängen, ist schnelles Handeln erforderlich. Genau dieser Fall trat vor etwa einer Woche im Klinikum Leverkusen ein.

„Für uns war sofort klar, dass die Evakuierung des Klinikums jetzt zur Gemeinschaftsaufgabe wird. Und an dieser Stelle bin ich vor allem den Kolleginnen und Kollegen unendlich dankbar, die sich in den vergangenen sechs Tagen rund um die Uhr aufopferungsvoll eingesetzt haben, obwohl sie teilweise selbst vom Hochwasser betroffen waren.“, sagt Sascha Wihstutz, Ärztlicher Direktor des St. Remigius Krankenhauses Opladen und des St. Josef Krankenhauses Wiesdorf.

Die Notaufnahme des St. Remigius Krankhauses war seit dem 15. Juli alleinige Anlaufstelle für Notfallpatientinnen und -patienten aus Leverkusen und noch stärker frequentiert als sonst – eine enorme Belastung für die Mitarbeitenden.

Insgesamt nahm das St. Remigius Krankenhaus Opladen 31 stationäre Patientinnen und Patienten auf. Die Intensivkapazitäten konnten um 14 Bett erweitert werden und alle nicht dringend notwendigen Operationen mussten in dieser Woche verschoben werden.

13 weitere Patientinnen und Patienten des Klinikums sowie 16 Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Seniorenheim St. Elisabeth wurden im nahegelegenen „Juppes“ in Wiesdorf versorgt.

Das Klinikum Leverkusen stellte soweit möglich ärztliche und pflegerische Mitarbeitende zur Unterstützung zur Verfügung. Und auch die zur Kplus Gruppe gehörende St. Lukas Klinik in Solingen, die selbst einige Patientinnen und Patienten aufnahm, bot Hilfe an und stand abrufbereit zur Verfügung.

Abschließend betrachtet konnte diese außergewöhnliche Situation dank der engen Abstimmung der Leverkusener Krankenhäuser und dem starken Einsatz der Mitarbeitenden in Opladen und Wiesdorf entschärft werden.

„Wir freuen uns sehr, dass in allen Bereichen, ob intern oder extern, ein so guter kollegialer Austausch stattgefunden hat“, betont Elisabeth Michels, Stellvertretende Kaufmännische Leitung des St. Remigius Krankenhauses Opladen und des St. Josef Krankenhauses Wiesdorf. Dem schließt sich auch Pflegedirektorin Julia Schwab an: „Mein besonderer Dank gilt ebenfalls allen Pflegenden und anderen Berufsgruppen in beiden Häusern sowie allen externen Unterstützer aus dem Klinikum. Es ist toll zu sehen, wie eine derartige Krise gemeinsam mit solidarischer und tatkräftiger Anstrengung bewältigt werden kann.“

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