Mark und Nicole Kitschen im Coffice (Foto: Stadt Viersen)
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Viersen. In Dülken gibt es jetzt einen Coworking Space. Die Eheleute Nicole und Mark Kitschen haben in einem ehemals leerstehenden Ladenlokal am Hühnermarkt ihr „Coffice“ eröffnet. Bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee wurden sie vom Fachbereich 60 Stadtentwicklung und dem Fachbereich 80 Bauen, Umwelt und Liegenschaften unterstützt. Der vermittelte die Förderung des Projektes über Mittel aus dem Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW 2020. In Zukunft sollen weitere Projekte in Dülken von Fördermitteln aus dem Sofortprogramm profitieren.

Im vergangenen Jahr waren die Eheleute Kitschen erstmals mit ihrer Idee im DülkenBüro vorstellig geworden. Dessen Leiter Andreas Goßen und dem Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, Harald Droste, gefielen die Vorstellung eines Coworking Space in Dülken so gut, dass man gemeinsam beschloss, dass Projekt weiterzuverfolgen und zu unterstützen. Bei weiteren gemeinsamen Terminen mit den Kitschens und Leila Rudzki vom Fachbereich 60 Stadtentwicklung wurden die Pläne konkretisiert.

Der Förderaufruf für das Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW 2020 erfolgte parallel im Juli 2020. Da das Projekt Coworking Space dessen Förderkriterien erfüllte, bereiteten der Fachbereich Stadtentwicklung und der Koordinationsbereich Fördermittelmanagement gemeinsam einen entsprechenden Förderantrag vor und reichten ihn ein. Auch bei der Suche nach einem Ladenlokal unterstützte man das Ehepaar Kitschen und wurde bald fündig. Der Förderantrag wurde bewilligt und das Ladenlokal, eine ehemalige Änderungsschneiderei, vom Vermieter in enger Abstimmung mit den künftigen Nutzern renoviert. So konnten Nicole und Mark Kitschen ihren Coworking Space Mitte Juni 2021 eröffnen.

Seitdem können hier insgesamt vier Arbeitsplätze mit Internet-, Telefon- und Drucker-Anschluss flexibel und kurzfristig genutzt werden. Betreiberin Nicole Kitschen beschreibt einige typische Nutzungs-Szenarien: „Hier wickeln mal Handwerker ihre Kundengespräche ab, mal mieten sich etwa Freiberufler stundenweise ein. Aber auch Angestellte, für die das Home-Office daheim zu viele Ablenkungen bereithält.“

Leila Rudzki vom Fachbereich Stadtentwicklung erklärt, warum das Prinzip Coworking Space aus stadtplanerischer Sicht besonders interessant ist: „Von der Einrichtung eines solchen Coworking Space profitieren nicht nur die Nutzer, sondern mittelfristig die gesamte Innenstadt. Hier kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufsfeldern zusammen, darunter besonders viele junge Leute mit frischen Ideen.“ So entstünden neue Ideen, neue Strukturen und dadurch letztlich ganz neue Arbeitsformen.

Mit der Eröffnung des „Café Thekengold“ in den Räumlichkeiten der einstigen Traditionsgaststätte „Piet’s Börse“ steht im August eine weitere Geschäftsneugründung in Dülken an. Auch hier vermittelte die Stadtentwicklung die Förderung über das Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW 2020.

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